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Zwölfter FriedWald in Niedersachen eröffnet

Umrahmt vom Hörnerklang der Königshofer Jagdhornbläser eröffneten Geestlands Bürgermeister Thorsten Krüger, Forstamtsleiter Dr. Otto Fricke vom Niedersächsischen Forstamt Harsefeld sowie Dr. Hans-Adam von Schultzendorff von der FriedWald GmbH am 14. Oktober vor 120 Gästen in Geestland den FriedWald Cuxland.Trägerin des neuen FriedWald-Standortes bei Kührstedt ist die Stadt Geestland. Das Kührstedter Holz gehört zum Forstamt Harsefeld der Niedersächsischen Landesforsten. Hans-Adam von Schultzendorff von der FriedWald GmbH dankte allen Beteiligten, die den neuen FriedWald-Standort ermöglicht haben: „In erster Linie brauchte es wie immer Menschen, die sich für eine Idee begeistern, sie zum Projekt machen und letztlich zäh und unbeirrt für dessen Umsetzung kämpfen.“Superintendentin Heike Burkert und Dechant Andreas Pape übergaben den FriedWald feierlich seine Bestimmung und weihten in einer ökumenischen Zeremonie das Herzstück des Bestattungswaldes: den Andachtsplatz. Mit einem Kreuz und Holzbänken ausgestattet, auf denen die Trauergäste einander nah sein können, ist der Andachtsplatz ein zentraler Ort im FriedWald. Beisetzungen können hier ihren Anfang nehmen. Der FriedWald Cuxland im Herzen des Landkreises Cuxhaven ist einer von nun insgesamt zwölf FriedWald-Standorten in Niedersachsen. Mächtige Eichen und Buchen kennzeichnen den Wald nördlich von Kührstedt, der auch für Menschen mit mobilen Einschränkungen gut erreichbar ist. Auf rund 21 Hektar des Kührstedter Holzes erstreckt sich der FriedWald Cuxland. „Nun dient dieser Waldbereich den Menschen als letzte Ruhestätte und ist für Angehörige ein Ort des Erinnerns und Gedenkens“, sagt Forstamtsleiter Dr. Fricke.Die FriedWald GmbH aus Griesheim bei Darmstadt übernimmt künftig im Auftrag der Stadt Geestland den gesamten Betrieb des Waldes und koordiniert sämtliche Aktivitäten. Hierzu zählen die terminliche und verwaltungstechnische Betreuung des Bestattungswaldes, die gesamte Öffentlichkeitsarbeit sowie der Einsatz und die regelmäßige Schulung der künftigen FriedWald-Förster Dieter und Rolf Wegner. Die Zwillingsbrüder erwartet als FriedWald-Förster ein ungewöhnliches Betätigungsfeld: sie führen die Menschen durch den Wald, stellen dabei das FriedWald-Konzept vor, beraten bei Baumauswahlen und begleiten die Angehörigen bei Trauerfeiern.Am besten lässt sich der FriedWald bei einer Waldführung kennenlernen. Diese werden regelmäßig samstags kostenlos angeboten. Die ersten Termine für Waldführungen sind am 22. Oktober, 12. November, 26. November und 10. Dezember jeweils um 14 Uhr. Anmeldungen nimmt der Kundenservice von FriedWald unter 06155 848-200 entgegen. Auch im Internet sind unter www.friedwald.de Anmeldungen möglich.Informationen zum Forstamt Harsefeld finden Sie unter www.landesforsten.de/harsefeldHintergrund

Im FriedWald können sich Interessenten ihren Baum bereits zu Lebzeiten aussuchen. Die Asche der Verstorbenen ruht in biologisch abbaubaren Urnen zwischen den Wurzeln von Bäumen. Kleine Namenstafeln an den Bäumen machen auf die Grabstätten aufmerksam. Der FriedWald steht den Menschen aus der Region offen, er ist ein Angebot für jedermann, mit und ohne Konfession. Seit Mitte 2000 gibt es das FriedWald-Konzept in Deutschland. Mit dem FriedWald Reinhardswald bei Kassel wurde im Jahr 2001 der erste Bestattungswald in der Bundesrepublik eröffnet. Seitdem hat es mehr als 74.000 Beisetzungen an den inzwischen bundesweit 57 FriedWald-Standorten gegeben. Die Bestattung in der Natur wird deutschlandweit von der FriedWald GmbH in Griesheim bei Darmstadt angeboten. Die niedersächsischen FriedWald-Standorte sind Buxtehude, Bremervörde, Bremer Schweiz, Bramsche bei Osnabrück, Hasbruch bei Oldenburg, Burg Plesse bei Göttingen, Südharz bei Osterode, Elm bei Braunschweig, Uetzer Herrschaft bei Hannover, Lüneburger Heide bei Bispingen und Ostheide bei Lüneburg.
NLF

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