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Auf dem Weg in die Europaliga

Auf dem Weg in die Europaliga

Nicht der Rückblick sondern der Ausblick stand heuer im Mittelpunkt beim Jahresempfang des Zentrums WaldForstHolz Weihenstephan (ZWFH). In dem Zentrum bündeln die Studienfakultät für Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement der TU München, die Fakultät Wald und Forstwirtschaft der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft ihre Kräfte.
„Wir wollten ein Licht am Horizont setzen, das uns zeigen soll, da wollen wir hin, und wir wollten Leitplanken errichten, die uns den Weg dorthin weisen.“ Mit diesen eingängigen Sätzen beschrieb Prof. Dr. Anton Fischer, Leiter des ZWFH das, was man gemeinhin und abstrakt Strategieentwicklung nennt.
Der geneigte Leser ahnt schon, dass das ZWFH eine Strategie entwickelt hat, sie soll bis zum Jahr 2020 umgesetzt sein. Das Ziel, das Licht am Horizont, das man damit erreichen will, heißt: Das ZWFH als forstliches Kompetenzzentrum von europäischem Rang etablieren.
Da das Licht noch weit entfernt ist, wurden drei Etappen für den Weg dorthin definiert. Etappen ist eigentlich der falsche Begriff, denn die Teilziele sollen durchaus parallel angegangen werden, mit unterschiedlicher und auch sich ändernder Gewichtung.
Im ersten Teilziel soll die interne Kooperation und Vernetzung verbessert werden. Dazu gehören die Stärkung der corporate identity (gemeinsame Identität), die Stärkung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit und die Verbesserung des internen Informationsaustauschs. Wie Fischer betonte, geht es dabei keinesfalls darum, die am ZWFH beteiligten Institutionen zu verschmelzen. Das würde aus vielerlei Gründen keinen Sinn machen. Vielmehr soll erreicht werden, dass die Einheiten gedanklich zusammenwachsen. Auf diesem Gebiet habe man im übrigen schon viel erreicht.
Im zweiten Teilziel soll externe Wahrnehmung des ZWFH gesteigert werden. Man will die Vernetzung mit externen Akteuren ausbauen, die Nachfrage nach der Fachkompetenz des ZWFH erhöhen und die Wahrnehmung des Zentrums in Politik und Öffentlichkeit verbessern.
 Als drittes Teilziel will das ZWFH die nationale und internationale Forschungslandschaft mitgestalten. Dazu ist es nötig, verstärkt in nationalen und internationalen Forschungsorganisationen und –gremien mitzuwirken, Themen in nationalen und internationalen Forschungsprogrammen zu platzieren und sich verstärkt an nationalen und internationalen Forschungsprojekten zu beteiligen. Die eingangs genannten Leitplanken sind jeweils vier konkrete Handlungsempfehlungen für jeden der aufgezählten Punkte.
Wie Fischer betonte, können die Ziele nur erreicht werden, wenn alle Mitarbeiter der beteiligten Einrichtungen auch wirklich mitmachen. Wenn dies gelingt, könne allerdings gemeinsam wesentlich mehr erreicht werden als bei getrenntem Vorgehen. Der Strategieplan sei nicht für die Leitungsgremien des ZWFH erstellt worden, sondern für die Mitarbeiter. Als äußeres Zeichen unterzeichnete der Koordinierungsrat des ZWFH, bestehend aus je zwei Vertretern der beteiligten Einrichtungen und einem Vertreter des bayerischen Forstministeriums, beim Neujahrsempfang den Strategieplan.
Sepp Kellerer

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