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Zweiter Band der LWF-Praxishilfe erschienen

Welche Baumarten können dem Klima der Zukunft standhalten? Um diese Frage beantworten zu können, wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die Erarbeitung umfangreicher Praxishilfen in Auftrag gegeben. Jetzt gibt es den zweiten Band der Reihe.

Um den bayerischen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern die Entscheidung nach klimastabilen Baumarten zu erleichtern, hat Forstministerin Michaela Kaniber umfangreiche Praxishilfen erarbeiten lassen. Gemeinsam mit dem neuen Leiter der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF), Dr. Peter Pröbstle, stellte die Ministerin den zweiten Band der erfolgreichen Reihe im September in München vor. „Die Anpassung der bayerischen Wälder an den rasant fortschreitenden Klimawandel ist eine Mammutaufgabe für unsere Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer. Die Praxishilfen der LWF sind dabei ein wichtiges Instrument. Denn sie helfen bei der Entscheidung, wo künftig in Bayern welche heimischen oder alternativen Baumarten angebaut werden können“, sagte Kaniber.

Erweiterung um 16 Baumarten

Das übersichtliche Kompendium erweitert die im vergangenen Sommer erstmals veröffentlichte Praxishilfe um 16 Baumarten. Darunter sind auch solche, die bereits in anderen Regionen der Welt ihre Trockenheits- und Hitzeresistenz bewiesen haben, wie beispielsweise die Japanische Lärche oder die Roteiche. Anhand anschaulich aufbereiteter Steckbriefe werden zu diesen Baumarten das Klimarisiko, Waldschutzfragen oder eine mögliche Holzverwendung näher beleuchtet. „Solche Kenntnisse sind entscheidend für den Erfolg des so dringend nötigen Waldumbaus. Denn die jungen Bäume, die wir heute pflanzen, müssen bestmöglich an ihre künftigen Klima- und Standortbedingungen angepasst sein“, sagte die Ministerin. Nur so werde es gelingen, den Wald mit seinen lebenswichtigen Funktionen für die Gesellschaft dauerhaft zu erhalten.

Neueste Erkenntnisse durch Versuch und Praxis

Die Praxishilfen basieren auf einem bundesweit einzigartigen Standort-Informationssystem und werden anhand neuester Erkenntnisse – zum Beispiel aus Versuchs- und Praxisanbauten – laufend ergänzt und verfeinert. Beide Bände können gedruckt über die Homepage der LWF bezogen oder kostenfrei in digitaler Form heruntergeladen werden:

–> www.lwf.bayern.de

Quelle: StMELF

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