Forstpolitik

Zweite Konsultation „FSC-Weihnachtsbaumstandard“

Bearbeitet von Mirjam Kronschnabl-Ritz

FSC Deutschland hat im Dezember einen Entwurf für einen „Weihnachtsbaumstandard“ vorgelegt. Die erste Konsultation erfolgte bereits. Eine zweite Konsultation kann bis zum 30. September erfolgen.

Im Rahmen der FSC-Zertifizierung ist grundsätzlich auch die Zertifizierung von sog. „Nichtholzwaldprodukten“ möglich. Hierzu zählen z.B. Pilze, Beeren, Honig, Samen, Wildbret aber auch Weihnachtsbäume und Schmuckreisig. Um entsprechende Produkte als „FSC-zertifiziert“ vermarkten und kennzeichnen zu können, bedarf es eines zusätzlichen Standards für „Nichtholzwaldprodukte“. Grundlage ist immer eine Zertifizierung nach dem „normalen“ Deutschen FSC Standard. Damit können FSC-zertifizierte Nichtholzwaldprodukte wie Weihnachtsbäume ausschließlich auf Waldflächen erzeugt werden.

Waldinnenränder mit heimischen Straucharten

Der aktuelle Entwurf für den „FSC-Nichtholzwaldprodukte-Standard“ sieht z.B. für Weihnachtsbaumkulturen im Wald vor, dass hier Waldinnenränder mit heimischen Straucharten angelegt werden, bei Aufgabe der Kulturen nicht-heimische Baumarten vor der ersten Blühphase entnommen werden, auf den Einsatz von Torf verzichtet wird, Neem-Präparate und Naturpyrethrum nur sprühend ausgebracht werden und bei der Neuanlage von Kulturen zu Flächen, die mit heimischen Baumarten botanisch eng verwandter Arten bestockt sind, ein Mindestabstand von 200 m eingehalten wird. Ein erster Entwurf für einen Nichtholzwaldprodukte-Standard wurde bereits konsultiert und zwischenzeitlich die eingegangenen Kommentare in einen zweiten Entwurf integriert. Vor allem all´ jene die ein Interesse an FSC-zertifizierten Weihnachtsbäumen haben, sind dringend aufgerufen die Vorschläge zu kommentieren um sicherzustellen, dass praxisnahe und angemessen anspruchsvolle Indikatoren entstehen.

Der zweite Standardentwurf kann bis 30.09.2021 kommentiert werden

Quelle: FSC Deutschland