ABO
Bayern: Staatsregierung beschließt Waldpakt

Zustimmung für Einrichtung des Waldklimafonds

Als „wichtiges Signal für Waldbesitzer und Gesellschaft“ hat Bayerns Forstminister Helmut Brunner die Entscheidung des Bundeskabinetts am 6. Juli begrüßt, jährlich 35 Millionen Euro für einen Waldklimafonds bereitzustellen. „Damit hat der Bund ein wertvolles Instrument geschaffen, um die Waldbesitzer als Hauptbetroffene des Klimawandels gezielt beim notwendigen Umbau ihrer Wälder zu unterstützen“, sagte der Minister in München.
Nach seinen Angaben ist der Klimawandel für die Waldbesitzer eine enorme Herausforderung. Die Wälder seien immer stärker durch Wetterextreme und Schädlingsbefall gefährdet, Stürme und  Borkenkäferschäden hätten Qualitätseinbußen und sinkende Erträge zur Folge. Gleichzeitig müsse der Umbau von Nadelholz-Reinbeständen in klimatolerantere Mischwälder finanziert werden, auch um die Schutz- und Erholungsfunktionen der Wälder für die Gesellschaft dauerhaft erhalten zu können. Bayern hatte sich deshalb in den rückliegenden Jahren auf Bundesebene mehrfach für die Einrichtung eines Waldklimafonds stark gemacht.
Laut Brunner ist der Bund nun gefordert, gemeinsam mit den Ländern rasch wirksame Förderprogramme zu erarbeiten, um einen sinnvollen und zielgerichteten Einsatz der Mittel zu ermöglichen. Dem Minister zufolge könnten sie etwa verwendet werden, um die Aus- und Fortbildung der Waldbesitzer zu stärken, Vorkehrungen für Orkan- oder Schädlingskatastrophen zu treffen oder Initiativen zum stärkeren Einsatz von Holz zu starten, um den Energieverbrauch und den Kohlendioxid-Ausstoß zu verringern.
BStMELF

Auch interessant

von