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Zuschüsse für dänische Sturmopfer

Der dänische Waldbesitzerverband Dansk Skovforening hat die Schadensschätzungen nach den Stürmen „Allan“ am 28. Oktober 2013 und „Bodil“ am 6. Dezember abgeschlossen. Für die dänischen Kommunal- und Privatwälder geht man von 1,08 Mio Fm Sturmholz aus. Zusammen mit den Zahlen für die dänischen Staatswälder von 530 000 Fm ergibt sich eine Gesamtschadensmenge von 1,6 Mio fm. Die Schäden durch Allan und Bodil sind für die dänische Forstwirtschaft damit das fünftgrößte Sturmereignis nach den Stürmen von 1999 (Anatol), 1981,1967 und 2005 (Gudrun).Am 16. Januar 2014 beschloss man zusammen mit dem übergeordneten „Sturmrat“ (Stormrådet) Ausgleichszahlungen an die Waldbesitzer. Insbesondere in der Region West-Jütland liegt der Sturmholzanfall durch die beiden Stürme deutlich über dem Jahreshiebssatz. Nur durch die gemeinsame Betrachtung der beiden Ereignisse sieht man das Kriterium der nationalen Sturmkatastrophe nun erfüllt, so dass im ganzen Land Förderanträge gestellt werden können, sofern eine Basisversicherung gegen Sturmschäden besteht. Das ist bei rund 2/3 der dänischen Waldbesitzer der Fall. Stichtag für die Antragsstellung ist der 15.9.2014. Wie vom dänischen Generaldirektorat für Natur (Naturstyrelsen) in Kopenhagen zu erfahren war, sollen die Zuschussflächen ausschließlich über Luftbild-Orthofotos erhoben werden. Unterstützt werden Wiederaufforstungen aus mindestens zwei standortsgerechten Baumarten. Die Fördersätze werden je nach Naturnähe der Bestockung gestaffelt. Zusätzliche Waldrandgestaltung wird ebenfalls honoriert. Fremdländer wie Douglasie oder Sitka-Fichte sind nicht ausgeschlossen, dürfen jedoch für eine Förderung nur zu geringen Prozentsätzen beteiligt sein. Die genauen Fördersätze sollen am 26.2.2014 festgelegt werden.

Heinrich Höllerl

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