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Zusätzliche Bundesmittel stärken Forst- und Holzwirtschaft ab 2017

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) begrüßt die Mittelaufstockung durch den Deutschen Bundestag zur Förderung der Forst- und Holzwirtschaft.

Im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages wurde die Steigerung der Bundesmittel für den Etat des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beschlossen (15.11.2916). Die Forst- und Holzbranche wird durch die zusätzlichen Mittel vor allem im Bereich der nationalen und internationalen nachhaltigen Wald- und Holzwirtschaft gestärkt. Darüber hinaus wird die institutionelle Förderung für die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) ausgebaut, um insbesondere jungen Menschen den Wald und seine vielfältigen Funktionen näher zu bringen und der zunehmenden Entfremdung der Bevölkerung von der Primärproduktion entgegenzuwirken. Die zusätzlichen Personalstellen stärken zahlreiche Institutionen und Projektträger. Damit können hier zielgerichtet Forschungs- und Entwicklungsvorhaben unterstützt und ausgebaut werden.
Für die Forst- und Holzbranche kommt eine Erhöhung der Fördermittel für die nachhaltige nationale Waldwirtschaft genau richtig. Durch die Stärkung der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) mit zusätzlich 4 Mio. € können 2017 weitere Projekte umgesetzt werden. Ziel wird es sein, durch Forschung, Entwicklung und Modellvorhaben die natürliche Produktionsgrundlage Wald zu sichern, Lösungsansätze für das Spannungsfeld der verschiedenen Ansprüche an den Wald aufzuzeigen und innovative Verwendungsmöglichkeiten von Holz zu entwickeln. So kann der Wald für den Klimawandel fit gemacht werden. Dabei stehen standortangepasste, strukturreiche und wuchskräftige Mischwaldbestände mit der Beteiligung von trockenresistenten Nadel- und Laubbaumarten im Vordergrund der Fördermaßnahmen.
Die Mittel für die Projektförderung im Bereich der internationalen nachhaltigen Waldwirtschaft werden um 1 Mio. € aufgestockt (6,5 Mio. €). Dazu der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Georg Schirmbeck: „Weltweit genießt die deutsche Forstwirtschaft eine Vorbildfunktion. Um die globalen Herausforderungen zu meistern, den umfassenden Waldverlust zu stoppen und damit den folgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen, bedarf es Initiativen und Anstrengungen. Wir müssen unser umfangreiches Wissen mit der Welt teilen und strategische Partnerschaften zum Erhalt und zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder begründen. Das Signal des Bundestages, die Projektförderung in diesem Bereich auszubauen, begrüße ich daher sehr.“
Die im Haushalt 2017 vorgesehenen zusätzlichen Personalstellen werden beispielsweise zur Umsetzung der Waldstrategie 2020 oder der EU-Holzhandelsverordnung eingesetzt. Auch wird im Bereich Pflanzenschutz und Pflanzengesundheit im Forst und zur Stärkung der Klimaschutzleistungen von Wäldern weiteres kompetentes Forstpersonal eingestellt, welches als Ansprechpartner, Multiplikator und Experten für die gesamte Branche fungiert.
„Mit den zusätzlichen Bundesmitteln wird die Forst- und Holzbranche nachhaltig gestärkt und deren Schlagkraft erhöht. Wir danken den beiden Berichterstattern der Großen Koalition, Cajus Caesar und Ulrich Freese für ihren Einsatz“, so Schirmbeck. „Gleichzeitig möchte ich die Forst- und Holzbranche aufrufen, Projekte zu initiieren, um unser Wissen weiter auszubauen und an Lösungen für die großen Herausforderungen zu arbeiten. Gemeinsam können wir viel erreichen, also packen wir es an.“
DFWR

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