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Zunahme des Schwarzwildes soll eingedämmt werden

Zunahme des Schwarzwildes soll eingedämmt werden

Mit einer stärkeren Zusammenarbeit wollen Landwirte, Jagdpächter und Jäger die Zunahme der Schwarzwildbestände eindämmen. Das Landvolk Niedersachsen, die Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN), der Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (ZJEN) und der Waldbesitzerverband Niedersachsen wünschen sich eine noch engere Kooperation aller Beteiligten. Beispielsweise biete die Maisernte die Gelegenheit zur gezielten Bejagung, machen Landvolkvizepräsident Heinz Korte und Jägerpräsident Helmut Dammann-Tamke deutlich. Im Vorfeld könnten Jäger Erntejagden organisieren, sie seien dazu aber auf die rechtzeitige Information über die anstehende Ernte der Maisfelder angewiesen. Besonders stark verbreitet ist das Schwarzwild in der Lüneburger Heide.
Nach der amtlichen Streckenbilanz wurden im Jagdjahr 2009 jedes dritte von insgesamt 50.080 Wildschweinen in den Landkreisen Soltau-Fallingbostel, Uelzen, Celle, Gifhorn und Lüneburg geschossen. Unter den kreisfreien Städten weist die Stadt Wolfsburg mit 380 Wildschweinen die höchste Strecke aus. Allerdings hat sich das Schwarzwild in jüngster Zeit auch in den Küstenkreisen ausgebreitet. Die Eindämmung der Schwarzwildbestände soll Wildschäden in der Landwirtschaft begrenzen und auch die Gefahr der Schweinepest bannen. In der Vergangenheit ist diese Tierseuche immer wieder von Wildtieren in den Haustierbestand eingeschleppt worden.
LPD

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