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Aus Sicht der Holzwirtschaft der richtige Ansatz

„Wald und Bildung“ ist das Thema des heutigen Internationalen Tag des Waldes. Das hat der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) zum Anlass genommen, um im Rahmen seiner Nachwuchskampagne it wood be good Kinder und Jugendliche über die Zusammenhänge von Holznutzung und Klimaschutz zu informieren sowie berufliche Perspektiven in der Branche aufzuzeigen.

Allein in Deutschland demonstrierten freitags zuletzt 300.000 Menschen für mehr Klimaschutz und lösten eine Debatte aus: Wie kann man dem Klimawandel mit welchen Maßnahmen am besten begegnen? DeSH-Hauptgeschäftsführer Lars Schmidt dazu: „Ich schätze das Engagement der Schülerinnen und Schüler sehr. Denn beim Klimaschutz müssen wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen um die globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und ökonomisch Machbare miteinander zu verbinden. Dafür brauchen wir die Profis von morgen.“

Nutzung unserer Wälder nicht mit der Regenwald-Abholzung gleichsetzen!

Der Zeitpunkt könnte passender nicht sein: Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), die stets am 21. März den Tag des Waldes begeht, tut dies in diesem Jahr unter dem Motto „Wald und Bildung“. Aus Sicht der Holzwirtschaft der richtige Ansatz. Denn im Bereich Wald und Holz bleiben gesellschaftliche Handlungsmöglichkeiten wegen mangelndem Wissen ungenutzt. „Die Formel ‚Waldschutz gleich Klimaschutz‘ ist vielleicht einprägsam, aber unvollständig. Besser ist ‚Waldbewirtschaftung plus Holzverwendung gleich Klimaschutz‘“, erklärt Schmidt. Denn erst mit der nachhaltigen Nutzung von Holz entfalte sich das volle Potenzial des nachwachsenden Rohstoffs: Der Atmosphäre wird nicht nur CO₂ durch die Bäume entzogen, sondern es wird langfristig in Produkten wie Häuser, Möbel oder Verpackung gebunden. Zudem ersetzen Holzprodukte energieintensive Materialien wie Stahl und Beton sowie fossile Brennstoffe, bei deren Herstellung große Mengen CO₂ freigesetzt werden. Insgesamt können durch die nachhaltige Bewirtschaftung und Nutzung der Wälder jedes Jahr 126 Mio. t CO₂ eingespart werden. Das entspricht 14 % der gesamten Treibhausgasemissionen Deutschlands.

„Die Nutzung unserer Wälder darf nicht mit der Abholzung der Regenwälder gleichgesetzt werden“, appelliert Schmidt. Die deutsche Forst- und Holzwirtschaft gilt weltweit als Vorbild. „Wir sollten diese Vorreiterrolle gesellschaftlich annehmen und unser Modell, das ökologisch, sozial und ökonomisch funktioniert, fördern und für andere Länder attraktiv machen.“

Wer sich die Sinnfrage stellt, ist bei uns richtig!

Dass sich Schülerinnen und Schüler zunehmend für Klimaschutz und Berufe mit gesellschaftlichem Mehrwert interessieren, macht Lars Schmidt Hoffnung auf diesem Weg: „Wir arbeiten mit einem Rohstoff, der ständig nachwächst und zu 100 Prozent umweltfreundlich ist. Wer sich die Sinnfrage stellt, ist bei uns richtig. In der it wood be good-Kampagne möchten wir den Jugendlichen erklären, wie sich die Jobs der Holzwirtschaft positiv auf ihr Leben und das Leben anderer auswirken.“

Red./DeSH

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