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ZukunftsEnergienNRW: Holzpellets sind ein innovativer Brennstoff

ZukunftsEnergienNRW: Holzpellets sind ein innovativer Brennstoff

Auf der 42. Station seiner Zukunftsenergientour besuchte der Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Johannes Remmel, am 1. Juli in Begleitung einer Delegation der EnergieAgentur.NRW ein Neubaugebiet in Oberhausen. Hier wird ein Nahwärmenetz mit Raumwärme und Warmwasser aus Holzpellets versorgt.

„Pellets haben sich in den vergangenen Jahren als eine wirtschaftliche und klimaschonende Alternative zu den fossilen Energieträgern etabliert. Wenn sich die ökologischen Vorteile mit innovativen Lösungen wie hier bei dem Projekt der Firma evo kombinieren, dann ergeben sich daraus Positivbeispiele für die zukunftsgerechte Energieversorgung Made in NRW“, so Minister Johannes Remmel.

Für das 10.000 m² große Neubaugebiet „Am Rechenacker“ im Stadtteil Alstaden hat die Energieversorgung Oberhausen AG (evo) ein innovatives Konzept entwickelt. Insgesamt 82 Einzel- und Doppelhäuser können dort über ein Nahwärmenetz mit Raumwärme und Warmwasser aus der CO₂-neutralen Verbrennung von Holzpellets versorgt werden.

Der Minister zeigte sich von der Heizzentrale und dem Nahwärmekonzept gleichermaßen überzeugt. „Es ist kein Zufall und auch kein Widerspruch, wenn gerade in der am stärksten durch die Industrie geprägten Region Europas dezentrale Lösungen auf Holzpelletbasis entstehen“, erklärte der Minister. Der Brennstoff, der in dieser Anlage verwendet werde, sei nachwachsend, kostengünstig und komme aus NRW. Zudem sei die Anlagentechnik ausgereift.
Mittlerweile sind bundesweit mehr als 245.000 geförderte Pelletheizungen mit einem Leistungsbereich bis 100 kW installiert, davon mehr als 30.000 in NRW. Überzeugt haben die Holzpellets vor allem durch ihre klimafreundliche Verbrennung und die Preisstabilität im Vergleich zu Öl oder Gas.

Ambitioniertes Projekt

In Alstaden ist eine der größten kommunalen Heizanlagen auf Pelletbasis mit angeschlossenem Nahwärmenetz entstanden. Um die nötige Wärme für alle auf dem Rechenacker geplanten Haushalte zu erzeugen, verfügt der dort eingesetzte Pelletkessel über eine Heizleistung von 720 kW. Vier Pufferspeicher mit einem Gesamtvolumen von etwa 20.000 l sichern die Wärmeversorgung des Wohngebiets bei über 1 km Gesamttrassenlänge. „Mit diesem ambitionierten Projekt ist die evo Anfang 2015 einen neuen Weg gegangen. Denn erstmals haben wir damit außerhalb unseres Fernwärmegebiets ein großes Nahwärmenetz aufgebaut“, fasste Bernd Homberg, technischer Vorstand der evo, die Bedeutung des Projekts zusammen.

„Aktion Holzpellets“

Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, machte deutlich: Die Aktion Holzpellets arbeitet mit Unterstützung der Branche seit mehr als zehn Jahren daran, den erneuerbaren Brennstoff Holzpellets und seine vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten bekannt zu machen. Solche Projekte wie das Oberhausener Nahwärmenetz auf Holzpelletbasis können für weitere innovative Nutzungskonzepte der Holzenergie in NRW als Vorbild dienen.

Die EnergieAgentur.NRW hat 2003 im Auftrag des Umweltministeriums NRW die landesweite Marktinitiative „Aktion Holzpellets“ ins Leben gerufen. Die erfolgreiche Initiative wird von über 100 Unternehmen der Pelletbranche unterstützt. Ziel der Marktinitiative ist es, über das Heizen mit Holzpellets zu informieren und das Vertrauen der Bürger in den Markt zu festigen. Seit Beginn der Marktinitiative hat sich die Zahl der Holzpelletheizungen in NRW vervielfacht.
 

MKULV NRW

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