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Der Kleinprivatwald sollte nach Ansicht der Waldeigentümer verstärkt in den forstpolitischen Fokus rücken.

Waldbesitzer fordern mehr Unterstützung für Kleinprivatwald

Philipp zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer fordert, dass sich die neue Bundesregierung für eine Verbesserung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung in Deutschland stark macht. Gerade für den Kleinprivatwald gelte dies: Dieser mache das Gros der Waldbesitzer in Deutschland aus und stehe mit Blick auf das Kartellverfahren vor dem größten Strukturwandel seit Gründung der Bundesrepublik.

Zu Guttenberg sagte dazu:„Wer die Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsziele ernsthaft umsetzen will, muss die Mobilisierung des Rohstoffes Holz ganz oben auf die Agenda setzen.“ Dazu zähle eine entschiedene Unterstützung des Kleinprivatwaldes. Der Privatwald in Deutschland ist überwiegend klein strukturiert und zersplittert. Daher sind viele Kleinprivatwaldbesitzer in Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen organisiert. Rund die Hälfte der Privatwaldfläche teilen sich Betriebe mit weniger als 20 ha. Nur 13 % des Privatwaldes gehören zu Betrieben mit einer Größe über 1.000 ha.

Nachhaltige Bewirtschaftung und Pflege der Wälder

Zu den zentralen Forderungen des Verbandes zähle, so zu Guttenberg, ein Umdenken bei der Naturschutzpolitik. Denn die habe in den vergangenen Jahren im ländlichen Raum zu starken Kollisionen mit Waldeigentümern und Landnutzern geführt. „Als Waldeigentümer verfügen wir über eine große Expertise und großartige Erfolge bei der nachhaltigen Bewirtschaftung und Pflege der Wälder“, sagte der AGDW-Präsident. Daher müssten die Waldeigentümer bei den Gesetzen einbezogen werden, die ihre Flächen betreffen. Das gelte auch für die Entschädigungspraxis beim Netzausbau: Auch hier müsse es zu einer Änderung bei den Regelungen kommen. „Wer über unsere Köpfe hinweg entscheidet, hängt den ländlichen Raum ab“, sagte zu Guttenberg. Naturschutz und Energiewende dürften nicht weiterhin ohne Einbeziehung der betroffenen Bevölkerung ausgestaltet werden. Zu Guttenberg hoffe, dass die neue Bundesregierung an dieser Stelle einen Kurswechsel vollzieht.

Ein positives Signal sei, dass ein Kompetenzzentrum Wald und Holz in den Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD aufgenommen wurde. Dieses Zentrum müsse jetzt mit Leben gefüllt werden. „Wir erwarten, dass die Stärkung und Förderung der vielen Forstbetriebsgemeinschaften oberste Priorität in diesem Zentrum haben wird“, forderte zu Guttenberg. „Sie sorgen für die Wälder, und sie sind ein wichtiger Wirtschafts- und Beschäftigungsfaktor auf dem Land“. Vor dem Hintergrund des Kartellverfahrens wird in Zukunft die indirekte Förderung wegfallen. Daher wird eine direkte Förderung gebraucht, die zu einer Professionalisierung der Strukturen im Kleinprivatwald führt.

AGDW - Die Waldeigentümer

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