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Höllentalbahn

ZPR Bahnanbindung nach Süden rückt näher

Die Allianz pro Schiene und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen haben vor Kurzem eine Liste mit zu reaktivierenden Bahnstrecken veröffentlicht. Die Höllentalbahn von Blankenstein in Thüringen nach Marxgrün in Bayern ist eine davon. Sie könnte 200.000 Tonnen Rundholz auf die Schiene bringen.

200.000 Holz auf die Schiene

„Sollte die Höllentalbahn reaktiviert werden, steht die Zusage der Firma Mercer ZPR, dass wir 200.000 Tonnen Rohholz auf die Schiene bringen“, sagt Leonhard Nossol, Geschäftsführer der zum Mercer-Konzern gehörenden Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal in Blankenstein. Dazu kommen mögliche Fertigwaren-Lieferungen, von denen aber ohnehin schon 87 % (Stand 2016) per Bahn das Werk verlassen.

300 Lkw pro Tag

Die Rohholzanlieferung erfolgt jedoch überwiegend per Lkw. 1,4 bis 1,5 Mio. Tonnen sind es pro Jahr, 300 Lkw pro Tag, die durch die umliegenden Orte fahren. Mit der Bahnanbindung könnte man diese Zahl reduzieren. Ein Bahnterminal zur Annahme von Rundholz gibt es im Werk bereits seit 2017. Damit werden bereits Holzmengen per Bahn angenommen. Bis zu 200.000 Tonnen pro Jahr könnten es mit der Bahnanbindung nach Süden werden.

Nur 6 Kilometer

Mit der veröffentlichen Reaktivierungsliste ist ein weiter Schritt dahin getan worden. Insgesamt geht es um 238 Strecken mit zusammen über 4.000 km Länge. Durch die Zusage von ZPR steht die nur 6 km lange Höllentalstrecke relativ weit oben auf der Prioritätenliste, da ihr Bau eine Entlastung der Straße bedeuten würde.

Dennoch wird es noch Jahre dauern, falls es soweit kommt: Denn zunächst muss die Strecke genehmigt, dann geplant und dann auch noch gebaut werden.

ApS/VDV/Red.

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