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Zertifizierung von Holz verwendenden Unternehmen

Der Geschäftsführer von Holzbau Deutschland, Rainer Kabelitz-Ciré, informiert auf der Internetseite des Verbandes (www.holzbau-deutschland.de) über die Beschaffungsrichtlinie des Bundes im Kontext von Waldzertifizierung und betriebsbezogener Zertifizierung

Zertifizierungsanbieter werben verstärkt für die betriebsbezogene Zertifizierung nach den Standards von FSC und PEFC. Aus einem Beispielsfall werden Kosten von jährlich rund 2.300 € netto pro Jahr für eine Zertifizierung nach den Standards von FSC und PEFC zuzüglich weiterer Gebühren genannt.
Mit der Aussetzung des Auslegungserlasses zur Beschaffung von Holzprodukten aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) ist jedoch bis auf weiteres eine betriebsbezogene Zertifizierung nach den Standards FSC und/oder PEFC bei Ausschreibungen des Bundes nicht erforderlich. Es kann andere Regelungen auf Länderebene geben. Dies ist individuell zu prüfen.
Bis auf weiteres betriebsbezogene Zertifizierung nicht erforderlich
Nach der Beschaffungsrichtlinie des Bundes soll sichergestellt werden, dass das Holz bzw. die Holzprodukte bei Bauwerken aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung kommt. Mit einem Erlass BMUB vom Dezember 2015 wurde dies konkretisiert. Danach sollten sich im Laufe des Jahres nur noch Betriebe bei öffentlichen Ausschreibungen beteiligen können, die nach den Standards FSC und/oder PEFC zertifiziert sind.
Dazu der Geschäftsführer von Holzbau Deutschland, Rainer Kabelitz-Ciré: „Wir haben zunächst erreicht, dass der Auslegungserlass vom Dezember 2015 bis auf weiteres ausgesetzt wurde. Die Aussetzung des Auslegungserlasses wurde vom BMUB in einem Schreiben vom April 2016 bekanntgegeben. Damit gilt das bisherige Verfahren. Bis auf weiteres ist eine betriebsbezogene Zertifizierung nach den Standards FSC und/oder PEFC bei Ausschreibungen des Bundes daher nicht erforderlich. Eine abschließende Entscheidung für zukünftige Ausschreibungen des Bundes steht nach wie vor aus. Für einzelne Länder und Kommunen können bei öffentlichen Ausschreibungen andere Regelungen gelten. Das ist individuell zu prüfen.“
Lieferschein als Nachweis
Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB), Holzbau Deutschland und andere Holz verarbeitende Verbände fordern, dass keine externe Kontrolle bzw. Zertifizierung gefordert werden darf. Aus Sicht der Verbände ist die Vorlage des Lieferscheins als Nachweis, dass das Holz bzw. die Holzprodukte aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung kommen, ausreichend. Dieser ist der örtlichen Bauleitung des Auftragsgebers vorzulegen.
Red./Holzbau Deutschland

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