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Feierliche Eröffnung des Zentrum für erneuerbare Energien Hermann Scheer am 29.4.2013. Foto: Stephan Loboda

Zentrum für erneuerbare Energien Hermann Scheer

Die Europäische Union fördert die Etablierung eines deutsch-polnischen Beratungs- und Informationsverbundes an den Standorten Eberswalde (Land Brandenburg) und Koszalin (Woiwodschaft Westpommern) mit der Schwerpunktaufgabe „Nachhaltige Implementierung der Nutzung erneuerbarer Energien in der Euroregion Pomerania“. Das Ausstellungsgebäude in Eberswalde wurde am 29.4.2013 mit der Namensgebung „Zentrum für erneuerbare Energien Hermann Scheer“ feierlich eröffnet.
 
Partner dieses deutsch-polnischen Projektes sind der Verein „Eberswalder Informations-Centrum Holz und Erneuerbare Energie“ (E.I.C.H.E.) und der Landkreis Koszalin.
 
Wie der Vorsitzende des Vereins E.I.C.H.E. Lothar Krüger sagte, wollen die Partner „durch vielfältige gemeinsame Aktivitäten das Umdenken der Bevölkerung des EU-Fördergebietes Pomerania zu Fragen der Klima- und Energiepolitik und des Schutzes der natürlichen Ressourcen anstoßen und die natürlichen Potenziale der Region wie Sonne, Wind, Biomasse und Wasser verstärkt nutzen“.
 
In diesem Sinne wurde das Nullemissions-Gebäude als Informations- und Beratungszentrum mit Technikausstellung und interaktiver Ausstellung konzipiert. Mit seiner Form, die an einen sich in der Sonne öffnenden Kiefernzapfen erinnert, und den schuppenartig angeordneten hochgedämmten Wandelementen, entspreche das Gebäude höchsten ästhetischen und energetischen Ansprüchen. Die Fassadenlösung aus 800 Quadratmeter thermisch behandeltem Eichenholz aus der Region ist für Lothar Krüger „ein Beispiel für nachhaltigen und langlebigen Holzbau im Außenbereich“.
 
Der Landrat von Koszalin, Roman Szewczyk, betonte die länderübergreifende gute Zusammenarbeit als wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung der Ziele im Bereich erneuerbarer Energien in der Region Pomerania.
 
Für die Bevollmächtigte des Landes Brandenburg beim Bund, Staatssekretärin Tina Fischer, passt das Zentrum für erneuerbare Energien sowohl in die Nullemissionsstrategie des Landkreises Barnim als auch in die Energiestrategie des Landes Brandenburg; das Projekt sei „ein guter Brückenschlag nach Polen“.
 
Niemand sollte mit eigenen Ideen warten …
 
Die Eröffnung des Gebäudes war verbunden mit der Namensgebung in „Zentrum für erneuerbare Energien Hermann Scheer“.
 
Lothar Krüger: „Mit der Namensgebung wollen wir Hermann Scheer ehren und zeigen, dass seine Ideen weiterleben und umgesetzt werden. Dabei lassen wir uns von einem Satz aus seinem letzten Buch leiten: Niemand sollte mit eigenen Initiativen warten bis andere zum Mitgehen bereit sind.“
 
Vor den zahlreich erschienenen Gästen erinnerte die Tochter Hermann Scheers, Dr. Nina Scheer, nicht nur daran, dass dieser Tag der 69. Geburtstag von Hermann Scheer gewesen wäre. Sie rief gleichwohl den Beginn des Engagements für den Ausbau erneuerbarer Energien vor mehr als 20 Jahren ins Bewusstsein; zu den ersten Akteuren mit weltweiter Ausstrahlung gehörte Hermann Scheer. Diese Historie biete Anleitung für weitere Schritte, wobei der Fokus statt auf Großprojekte zur Energiewende auf die „Kommunikation und Umsetzung vor Ort unter Beteiligung der Akteure vor Ort“ zu richten ist. Nina Scheer machte deutlich: „Es geht um einen Strukturwandel.“ Dafür stehe nun auch dieses Zentrum für erneuerbare Energien in Eberswalde.
 

Zur Hermann-Scheer-Stiftung

fp/Stephan Loboda
Das Zentrum für erneuerbare Energien Hermann Scheer. Die 800 Quadratmeter Außenwand werden geschützt durch eine thermisch behandelte Hülle aus Eichenholz. Foto: Stephan Loboda Zahlreiche Gäste aus Politik Wirtschaft und forstlichen Institutionen nahmen teil an der Eröffnung des Zentrum für erneuerbare Energien Hermann Scheer am 29.4.2013. Foto: Stephan Loboda

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