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Zanthier-Akademie in Ilsenburg – Zentrum für Nachhaltigkeit

Zanthier-Akademie in Ilsenburg – Zentrum für Nachhaltigkeit

Die Fakten. Alle Welt spricht von Nachhaltigkeit und nachhaltiger Entwicklung. Besonders eindringlich in Kyoto, Rio und Johannesburg. Politiker rund um den Globus fordern ein Umdenken für die Zukunft. Wir wollen und sollen heute so leben, dass unsere Nachkommen ebenfalls die Chance besitzen, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren eigenen Lebensstil zu wählen. Eine Erkenntnis ist heute in aller Munde: „Es ist gewiß, dass kein Mensch bloß für sich, sondern auch für andere und für die Nachkommenschaft leben muß.“ Dieser Satz steht nicht in Agenden oder Resolutionen. Er ist mehr als 200 Jahre alt und stammt von Hans Dietrich von Zanthier: Vater der Idee nachhaltiger Entwicklung, Begründer der ersten Forstakademie der Welt, in Ilsenburg/Harz. Zanthier lebt nicht mehr, aber seine Akademie und seine Ideen existieren noch heute. In Ilsenburg forderte der Forstmeister bereits im 18. Jahrhundert, die Natur so zu nutzen, dass sie Zeit findet, sich zu regenerieren. Hier lehrte er seine aus vielen Ländern kommenden Schüler, nachhaltig zu wirtschaften. Was damals für die Forstwirtschaft revolutionär war, gilt heute global für unseren Umgang mit der Natur:
Es darf in einem Forst oder Revier nicht mehr Holz gehauen werden, als die Natur wieder hervorbringen kann.

Die Idee. Das Gebäude der alten Forst-Akademie in Ilsenburg wird zum Zentrum der Vermittlung eines weltweit hochaktuellen und weitreichenden Gedankens umgestaltet. Politiker und Entscheider aus der Wirtschaft tauschen sich in Seminaren zu Grundlagen und Umsetzungsstrategien nachhaltigen Wirtschaftens aus. Naturschützer und Naturnutzer diskutieren im überregionalen Nachhaltigkeitszentrum und suchen gemeinsam nach Strategien. Diplomanden und Doktoranden nutzen die wissenschaftliche Fachbibliothek und geben ihr Wissen weiter. Das Gebäude, sein unmittelbares Umfeld und der laufende Akademie-Betrieb setzen das Prinzip Nachhaltigkeit sinnfällig und beispielgebend um. Ilsenburg im Harz wird Synonym für den Ursprung und die Entwicklung einer zukunftsgerichteten Idee.

Die Umsetzung:
•    Eine als gemeinnützige Stiftung zu errichtende Zanthier-Akademie übernimmt das historische Gebäude und richtet es als Zentrum für Nachhaltigkeit her.
•    Die Zanthier-Akademie wird von einem Vorstand unter Aufsicht eines Stiftungsrates, der sich aus namhaften Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zusammensetzt, betrieben.
•    Die Zanthier-Akademie führt „Ilsenburger Gespräche“ zum Themen­bereich der Nachhaltigkeit durch.
•    Herausragende Verdienste von Personen und Institutionen für eine nachhaltige Entwicklung werden von der Zanthier-Akademie mit der Verleihung des Zanthier-Preises geehrt.

Die Ansprechpartner. Sylke Möser (Vorsitzende), Wilfried Obermüller (Stellvertretender Vorsitzender), Prof. Dr. h.c. Horst Kurth (beratendes Mitglied). Anfragen und Hinweise können per E-Mail an zanthier-akademie@gmx.de gerichtet werden.

Quelle: Archiv f. Forstwesen u. Landschaftsökologie 44 (2010) 2

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