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„Xaver“ und Konsorten

„Xaver“ und Konsorten

Das Sturmtief des ersten Dezemberwochenendes hat in Deutschland wider Erwarten nur geringe Schäden im Wald verursacht. Während der Orkan „Christian“ in Schleswig-Holstein zwischen 400 000 und 500 000 Fm geworfen hatte, rechnet man diesmal nur mit 20% dieser Menge. In Dänemark waren die Auswirkungen jedoch stärker als beim Oktobersturm. Allein im Staatswald liegen die Prognosen mit 290 000 Fm Schadholz durch „Bodil“, wie der Orkan dort genannt wird, fast doppelt so hoch wie sechs Wochen zuvor. Betroffen war diesmal überwiegend der Westen Jütlands und Fünen. Aus dem dortigen Privatwald werden sehr hohe Schadprozente gemeldet, die den Behörden teilweise unplausibel erscheinen. Hintergrund ist möglicherweise die andauernde Diskussion, ab wann die Regelungen des „Stormrådet“ in Kraft treten, die Versicherungsleistungen sowie finanzielle Unterstützungen zur Wiederaufforstung für die Waldbesitzer beinhalten. Hierfür ist ein Sturmholzanfall Voraussetzung, der den regulären Jahreshiebssatz einer „Region“ übersteigt. Dieser Begriff ist jedoch juristisch nicht genau definiert, deswegen soll am 16. Januar dazu ein Gespräch mit der Waldbesitzerverband im Umweltministerium stattfinden.Schweden, Norwegen und Finnland sind in der Zwischenzeit noch mehrfach heimgesucht worden: „Hilde“ hatte am 17.11. vor allem in der schwedischen Provinz Västerbotten rund 3,5 Mio. Fm geworfen. Gleichzeitig meldet Finnland einen Anfall von rund 1,5 Mio. Fm auf der Linie Kokkola – Savonlinna und Norwegen mehrere 100 000 Fm mit Schwerpunkt in Nord-Trøndelag. Die Regionen Skåne und Halland im Süden traf am 6. Dezember „Sven“ und sorgte für zusätzliche 800 000 Fm Schadholz. Dort waren Ende Oktober 2013 bereits rund 1,5 – 2 Mio. Fm gemeldet worden. Eine Woche später hauste „Ivar“ wieder in Västerbotten und Jämtland mit weiteren 5 Mio. Fm. Damit addiert sich der Schadholzanfall in ganz Schweden auf gut 11 Mio. Fm, rund 15% eine Jahreseinschlags.

Heinrich Höllerl

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