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WWF zur Verfassungsbeschwerde des Holzenergie-Fachverbands Baden-Württemberg

Zur am 24.4.2014 eingereichten Verfassungsbeschwerde des Holzenergie-Fachverbands Baden-Württemberg gegen die FSC-Zertifizierung des Staatswaldes von Baden-Württemberg erklärt Albert Wotke, Naturschutz-Referent beim WWF Deutschland:
„Der WWF steht zu den Plänen des Landes Baden-Württemberg, den Staatswald nach FSC-Prinzipien zu bewirtschaften. FSC ist ein anspruchsvolles Waldsiegel und ein vernünftiger Kompromiss zwischen Umweltschutz und wirtschaftlichen Interessen. Mit der FSC-Zertifizierung macht Baden-Württemberg einen wichtigen Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit in der Waldwirtschaft. Schon andere Bundesländer sind vor Baden-Württemberg erfolgreich diesen Weg zu mehr Nachhaltigkeit gegangen.
Der Holzenergie-Fachverband sollte das Projekt unterstützen, anstatt mit Scheinargumenten gegen diese sinnvolle Entwicklung zu polemisieren. Das vermeintliche Verbot der Restholzentnahme beschränkt sich nach der FSC-Zertifizierung lediglich auf Reisig und dünne Äste unter sieben Zentimetern Umfang. Während die wirtschaftlichen Folgen marginal sind, ist dem Wald mit dieser Regelung sehr geholfen. Dünne Äste sind ein wichtiger Nährstofflieferant, sorgen für eine höhere Artenvielfalt und halten den Wald langfristig gesund.
Der WWF hofft, dass der Holzenergie-Fachverband bald erkennt, dass eine nachhaltige Waldwirtschaft im ureigenen Interesse seiner Mitglieder liegt und die Polemik gegen das FSC-Siegel unterlässt.“
WWF Deutschland

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