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Anzahl der auf der Landesfläche Sachsen-Anhalts nachgewiesenen Wolfsrudel einschließlich des grenzübergreifenden Rudels, welches vom Nachbarbundesland gezählt wird.

Wolfsmonitoringbericht 2017/2018 für Sachsen-Anhalt

Die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Claudia Dalbert, und die Präsidentin des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Dr. Sandra Hagel, haben am 3. Dezember die Ergebnisse des Wolfsmonitorings in Sachsen-Anhalt im Monitoringjahr 2017/2018 (1.5.2017 bis 30.4.2018) vorgestellt.

Die Ministerin erläuterte die Zahlen: „Die Population steigt weiter moderat an. Wir haben ein Rudel weniger als im vergangenen Jahr, es sind insgesamt 11 Rudel im Land und eines grenzübergreifend zu Brandenburg. Hinzu kommen zwei Paare, die ebenfalls über Landesgrenzen – zu Niedersachsen und Sachsen – ihr Territorium haben. Die Zahl der Individuen ist von 85 auf 92 gestiegen. Die meisten von ihnen, insgesamt 88, leben in Rudeln.“

Es deuten sich erste Generationenwechsel an

„Es deutet sich bei einigen Rudeln in Sachsen-Anhalt ein Generationenwechsel an. Für das Rudel in Altengrabow und Gartow ist das sehr wahrscheinlich. Das bedeutet, dass es neue Verpaarungen in den Gebieten gibt und diese beginnen, ein eigenes Rudel in den Territorien der Vorgänger zu gründen,“ ergänzte Dr. Hagel.

Insgesamt, so die Präsidentin, werden derzeit von den Sachverständigen des Wolfskompetenzzentrums Iden (WZI) 14 von Wölfen genutzte Territorien gezählt: 11 Rudel im Land, 1 Rudel grenzübergreifend, 2 Paare grenzübergreifend. Hinzu kommen fünf Gebiete mit unklarer Zuordnung, in denen sich weitere bis zu 17 Wölfe aufhalten könnten. „Hier wurden Individuen nachgewiesen, ohne dass eindeutig ihr Status identifiziert werden konnte. Wir werden hier weiter beobachten, um herauszufinden, ob es sich um durchwandernde Tiere oder Tiere in einem festen Territorium handelt“, führte Dr. Hagel aus.

Der Wolfsmonitoringbericht für Sachsen-Anhalt wird seit dem Monitoringjahr 2012/2013 jährlich erstellt. Zum zweiten Mal wird er in diesem Jahr vom 2017 gegründeten Wolfskompetenzzentrum Iden (WZI) erstellt. Das WZI bittet um Meldungen von Arthinweisen, wenn ein Wolf oder seine Spuren gesichtet werden. Mehr Informationen zur Arbeit des WZI gibt es online unter lau.sachsen-anhalt.de/naturschutz/das-wolfskompetenzzentrum-wzi

Der Bericht Wolfsmonitoring Sachsen-Anhalt, Bericht zum Monitoringjahr 2017/2018 (1.5.2017 bis 30.4.2018) zum Herunterladen

Red./MULE

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