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Wolfsmeldung aus Rheinland-Pfalz

Die Überprüfung von DNA-Spuren an einem gerissenen Reh im Pfälzerwald hat ergeben, dass die DNA von einem Wolf stammt. Damit steht fest, dass der Wolf erneut nach Rheinland-Pfalz zurückgekehrt ist, teilte das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz am 21. September mit.
Das gerissene Reh habe eine Forstwirtin bereits am 28. August im Wald von Ludwigswinkel bei Pirmasens aufgefunden. Die Wolfsexperten von der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in Trippstadt ließen eine DNA-Probe vom Senckenberg Institut für Wildtiergenetik überprüfen, die das Ergebnis am 21. September mitteilte. Nach derzeitigem Stand sei davon auszugehen, dass das Tier aus der nordosteuropäischen genetischen Linie stammt. Zur weiteren Identifizierung und Zuordnung des Wolfes werde das Senckenberg Institut genauere Analysen durchführen.
2012 war im Westerwald der erste Wolf nach über 100 Jahren nachgewiesen und später illegal erschossen worden. „Inzwischen haben wir uns in Rheinland-Pfalz auf die Rückkehr des Wolfes vorbereitet“, erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken. Gemeinsam mit Schäfern, Tierhaltern, Jägern und Naturschützern sei ein Wolfsmanagementplan erarbeitet worden. Das Land stelle Ansprechpartner und unterstütze Landwirtschaft und Schafshalter. So würden Vorsorgemaßnahmen gefördert und im Schadensfall entschädigt. Das Ministerium wird den Wolfsnachweis im Pfälzerwald aufmerksam verfolgen und weitere mögliche Hinweise aufnehmen, so Höfken.
Sollte sich das Risiko für Nutztiere erhöhen, könne das Land Präventionsgebiete ausweisen. Dort können Tierhalter finanzielle Unterstützung zum Beispiel für Zäune erhalten, die von den Wölfen nicht überwunden werden.
Unter der Telefonnummer 06306 911 199 oder der E-Mail-Adresse wolf@snu.rlp.de erhält man Beratung bei Präventionsmaßnahmen sowie bei einem Schaden an Nutztieren, Jagd- oder Hütehunden. Auch Hinweise können gemeldet werden.
MULEWF Rheinland-Pfalz

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