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Wolfsmanagement in Niedersachsen

Auf einer Veranstaltung mit den im niedersächsischen Wolfsmanagement tätigen Akteuren hat der Umweltminister Stefan Wenzel am 6. Mai in Hannover die konstruktive Unterstützung durch die ehrenamtliche Arbeit der Wolfsberater und den koordinierenden Einsatz der Landesjägerschaft gelobt. Mit dem Wolfskonzept, der Kooperation, dem finanziellen Ausgleich von Nutztierrissen und der Förderung von Präventionsmaßnahmen habe das Land schon jetzt wichtige Voraussetzungen für den Umgang mit dem Wolf geschaffen, sagte der Minister. Zur Weiterentwicklung des Konzepts und zum Erhalt und zur Förderung der Akzeptanz für den Wolf in der Bevölkerung würden die Auswertung nationaler und internationaler Erfahrungen, die Schulungs- und Informationsveranstaltungen und die Beratungstätigkeit weiter intensiviert.
Verstärkte Zusammenarbeit auf Bundesebene angeregt
In der Erörterung neuer Herausforderungen durch die wachsende Wolfspopulation und vermehrte Nahbegegnungen zwischen Mensch und Wolf, erläuterte der Minister die Maßnahmen seines Hauses:
• Es wird ein Wolfsbüro des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) eingerichtet und personell mit drei Stellen ausgestattet. Neben der Bearbeitung der Meldungen über Nutztierrisse einschließlich der Auszahlungen sowie der Bearbeitung von Anträgen auf Präventionsmaßnahmen soll damit auch eine Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit und der Beratungstätigkeit erfolgen.
• Die intensivere Überwachung des Munsteraner Rudels, das durch wiederholte Sichtungen von weniger scheuen Wölfen aufgefallen ist, wurde bereits vor einigen Wochen vom Ministerium veranlasst. Für das verstärkte Monitoring wird eine zusätzliche Fachkraft vor Ort eingesetzt.
• Bereits im März hatte der Umweltminister eine verstärkte Zusammenarbeit auf Bundesebene angeregt. Das Thema wird auf die Tagesordnung der nächsten Umweltministerkonferenz Ende Mai kommen. Wenzel fordert unter anderem eine bundesweite Melde- und Dokumentationsstelle für den Wolf. Dort sollen alle Beobachtungen und Bewertungen zu Wolfssichtungen zusammengeführt und über einen bundeseinheitlichen Umgang mit auffälligen Wölfen beraten werden.
• Gemeinsam werden die Kooperationspartner zudem über Maßnahmen und Methoden zur Optimierung der internen und öffentlichen Kommunikation beraten.
Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

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