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Länderanalyse und Ampelgrafik zum Wolfsmanagement der Bundesländer. Quelle: NABU

Wolfsmanagement in Deutschland

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat eine Analyse zum Wolfsmanagement in den Bundesländern vorgelegt. In sechs Bundesländern leben wieder dauerhaft Wölfe, in 13 Ländern wurde er seit dem Jahr 2000 mindestens einmal nachgewiesen. Der Naturschutzverband bewertete das Wolfsmangement der Länder nach fünf Kriterien: Vorliegen und Vollständigkeit eines Managementplans, Monitoring, Unterstützung von Nutztierhaltern durch die Landesregierungen sowie entsprechende Öffentlichkeitsarbeit.
Auf das Zusammenleben mit dem Wolf gut eingestellt sind nur die Bundesländer Sachsen und Brandenburg. Sieben der 16 Bundesländer erhalten ein durchschnittliches Zeugnis – hier steht die Ampel für den Rückkehrer auf „Gelb“. Schlusslichter mit keinem oder unzureichendem Wolfsmanagement sind die Länder Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Saarland sowie die Stadtstaaten.
Wie der NABU-Wolfsexperte Markus Bathen hervorhebt, haben insbesondere Hessen und Nordrhein-Westfalen dringenden Nachholbedarf. Nach Einschätzung des NABU ist es nur eine Frage der Zeit, bis die niedersächsischen Wolfsvorkommen weiter gegen Süden wandern.
Und auch die Stadtstaaten müssen sich, trotz ihrer urbanen Sonderstellung, besser auf den Wolf einstellen. „Da Wölfe bereits am Stadtrand von Hamburg und Berlin gesichtet wurden, müssen auch die Stadtstaaten möglich schnell ein gutes Wolfsmanagement aufbauen“, so Bathen.
Bundesweite „Kompetenzstelle Wolf“ wäre die beste Lösung
Um das Zusammenleben mit den Wölfen zu regeln, gibt es beispielsweise in Brandenburg, Sachsen und Thüringen bereits Managementpläne. „Jedes Bundesland muss damit rechnen, dass künftig dauerhaft Wölfe innerhalb ihrer Landesgrenzen leben. Daher müssen die Länder mit allen Beteiligten zusammenarbeiten: mit Schafzuchtverbänden, Naturschutz- und Jagdverbänden“, forderte Bathen.
Um die Entwicklung des Wolfsbestandes in Deutschland besser im Auge zu behalten und von gegenseitigen Erfahrungen im Management zu lernen, müssten die Bundesländer zudem besser zusammenarbeiten. Der NABU sieht in einer bundesweiten „Kompetenzstelle Wolf“ die beste Lösung, den Schutz des Wolfes sicherzustellen. Hier sollten alle Daten zum Wolf erfasst und länderübergreifend koordinierend werden.
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Wolfsspuren im Sand. Foto: NABU/M. Bathen Länderanalyse und Ampelgrafik zum Wolfsmanagement der Bundesländer. Quelle: NABU 2014

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