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Wolfsfund in Baden-Württemberg bestätigt

Das vor zwei Wochen am Rande der Autobahn A5 südwestlich von Lahr überfahren aufgefundene Tier war ein Wolf. Das zeigen die Ergebnisse der DNA-Untersuchung des Forschungsinstituts Senckenberg im hessischen Gelnhausen.
„Die ersten Untersuchungen bestätigen, dass das aufgefundene Tier ein Wolf der alpinen Population war. Vertiefte Untersuchungen müssen nun zeigen, ob der Wolf aus der Schweiz oder aus Frankreich eingewandert war. Auch Untersuchungen unter anderem zur Altersbestimmung und zum Gesundheitszustand laufen derzeit noch“, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde am 6. Juli in Stuttgart.
Baden-Württemberg ist auf einzelne zuwandernde Wölfe gut vorbereitet. Das stellt der Handlungsleitfaden Wolf sicher. Der Leitfaden, den eine Arbeitsgruppe im Auftrag des Landes erstellt hat, legt für den Fall des Auftretens von Wölfen in Baden-Württemberg einen Maßnahmenkatalog und Handlungsroutinen fest. „Das Land wird jetzt als nächsten Schritt – so wie es der Handlungsleitfaden Wolf vorsieht – die Koordinationsgruppe Wolf einberufen und diese über die Untersuchungsergebnisse informieren und auf dem Laufenden halten“, so Bonde weiter. In der Koordinationsgruppe Wolf sind neben den zuständigen Naturschutzbehörden auch Naturschutz-, Jagd- und Landnutzerverbände vertreten.
Der Leitfaden beschreibt den rechtlichen und administrativen Handlungsrahmen und regelt Zuständigkeiten, Kommunikationswege, Handlungsroutinen sowie das Monitoring. Darüber hinaus stellt er Parameter zur Einschätzung verschiedener Wolfsverhaltensweisen in Bezug auf die Gefährlichkeit für den Menschen dar und leitet hieraus Handlungsempfehlungen ab. Ergänzt wird der Leitfaden durch Aussagen zum Schadensausgleich im Rahmen eines Ausgleichsfonds Wolf, zu möglichen Präventionsmaßnahmen für den Fall des Auftretens mehrerer Wölfe im Land und Aussagen zur Öffentlichkeitsarbeit.
 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
MLR Baden-Württemberg

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