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Wolfgang Brezing i. R.

Wolfgang Brezing i. R.

Im Rahmen einer Feierstunde wurde am 30. November 2015 Wolfgang Brezing als Leiter des Bundesforstbetriebes Mittelelbe in den Ruhestand verabschiedet. Gemeinsam mit rund 150 geladenen Gästen würdigte Axel Kunze, Vorstandsmitglied der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), in der Unteroffizierschule des Heeres in Delitzsch die Verdienste des forstlichen Wirkens von Forstdirektor Wolfgang Brezing.
Als Forstfachmann und Dienstleister für die Bundeswehr auf dem Standortübungsplatz Annaburger Heide nebst Flugplatz Holzdorf sowie auf den Flächen des Nationalen Naturerbes, beispielsweise in der Oranienbaumer und der Glücksburger Heide, sei Wolfgang Brezing in besonderer Weise gefordert und den an ihn gestellten Aufgaben ebenbürtig gewesen.
Wolfgang Brezing begann seine forstliche Laufbahn 1978 nach dem Studium der Forstwissenschaften bei der damaligen Bundesvermögensverwaltung. Dem traditionellen Werdegang folgend, war damit die Bundesforstverwaltung in Baumholder erste Wirkungsstätte des heutigen Forstdirektors. Nächste Stationen waren Plön und Soltau, die als „Sprungbrett“ in die Oberfinanzdirektion in Hannover dienten; hier übernahm Brezing die Leitung der Forsteinrichtungsgruppe Soltau. Die Stelle als Revierassistent und damit ständigem Vertreter des Leiters des Bundesforstamts Rhein-Pfalz in Bad Kreuznach ließ Wolfgang Brezing im südlichen Deutschland heimisch werden.
1991 wechselte Brezing als junger, aber bereits erfahrener Forstbeamter zur Außenstelle der Forstinspektion Nord in Strausberg. Dort verstärkte er den Aufbaustab der Forstinspektion Ost. Besonders in seiner späteren Funktion als Vertreter des Leiters der neu gegründeten Forstinspektion Ost trug Wolfgang Brezing seinen Teil an der Wiedervereinigung von Ost und West bei. 1993 zog es den Forstmann zurück an seine ehemalige Wirkungsstätte in Hannover, wo er zwei Jahre lang als Forsteinrichtungsreferent bei der Forstinspektion Nord tätig war. Mit dem Wechsel zum damaligen Bundesforstamt Dessau, dessen Leitung Wolfgang Brezing im Oktober 1995 übernahm, erweiterte sich sein forstliches Aufgabengebiet beträchtlich: Neben der Betreuung militärischer Liegenschaften sowie der Pflege und Entwicklung von Waldflächen entlang der Bundeswasserstraßen verantwortete der Forstdirektor auch die Durchführung von zahlreichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Rahmen des Bundesverkehrswegebaus. Nach Gründung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) im Jahr 2005 wurden die ehemaligen Bundesforstämter Roßlau, Westsachsen und Annaburger Heide (von den letzten beiden große Flächenanteile) im Jahr 2009 zum Bundesforstbetrieb Mittelelbe zusammengeführt, dessen Leitung Brezing übernahm.
Damit war Wolfgang Brezing auch für die Umsetzung des Nationalen Naturerbes auf über 10.000 Hektar betreuter Fläche im Bereich Mittelelbe verantwortlich. Mit großem Sachverstand und dem Blick für das Wesentliche gelang es ihm in hervorragender Weise, die militärische Nutzung von Wald und Freigelände in Einklang mit der Natur umzusetzen. Zu den besonderen Charakterzügen des Forstdirektors zählt auch das Engagement, mit dem er und seine Mannschaft 2002 die Landesbehörden beim Eindämmen der Elbeflut unterstützten. Für seine spontane Hilfe und sein unbürokratisches Vorgehen wurde er mit der Dankurkunde des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.
Mit seiner zielorientierten Vorgehensweise und daraus folgend seinen besonderen Leistungen war Wolfgang Brezing bei unseren Dienstleistungsnehmern wie der Bundeswehr und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gleichermaßen geschätzt. Unter seiner Führung ist im Bundesforstbetrieb Mittelelbe viel entstanden, so dass die Leitung dieses Forstbetriebes auf einem stolzen Leistungsniveau an den Nachfolger weitergegeben werden kann.
Für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir ihm im Namen aller Beschäftigten von Bundesforst vor allem Gesundheit sowie Zeit für seine Familie, Freunde und seine persönlichen Interessen.
Gunther Brinkmann

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