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Baden-Württemberg: Wolf sesshaft geworden

Der Wolf, der im April bei Bad Wildbad (Baden-Württemberg) insgesamt 44 Schafe getötet hatte, wurde inzwischen identifiziert. Es handelt sich laut einer Pressemitteilung des Umweltministeriums Baden-Württemberg um den selben Rüden, der bereits mehrfach in der Region nachgewiesen wurde. Der Wolf „GW 825m“ stammt aus Niedersachsen und wurde erstmals im November 2017 im Nordschwarzwald festgestellt.

„Nachdem dieser Wolf jetzt über fast ein halbes Jahr die Region offenbar nicht verlassen hat, müssen wir davon ausgehen, dass er hier sesshaft geworden ist“, sagte Umweltminister Franz Untersteller laut der Mitteilung.

Diese Änderung wird Folgen für die Tierhalter in der Gegend haben. Um die bekannten Risstellen herum soll nun ein etwa 60 Kilometer durchmessendes Gebiet ausgewiesen werden, in dem höhere Anforderungen an den Herdenschutz gelten. Nur wer diese Anforderungen erfüllt, könne noch Entschädigungszahlungen für Wolfsrisse erhalten. Den Wolf zu entnehmen ist laut Untersteller keine Alternative. „Erst wenn es einem Wolf gelänge, wiederholt ausreichend gesicherte Herden anzugreifen, oder wenn er für Menschen gefährlich zu werden droht, könnte die Ausnahmeregel vom Tötungsverbot im Bundesnaturschutzgesetz greifen,“ erklärt der Minister.

Auf Nachfrage der Redaktion Pirsch erklärte ein Sprecher des Umweltministeriums, derzeit werde an einem Handlungsleitfaden 2 gearbeitet, der auch den Umgang mit sesshaften Wölfen und auch Rudel behandeln solle.

Quelle: www.jagderleben.de

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