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proHolz.NRW, Regionalworkshop, Lemgo, Landesverband Lippe

Wohnen mit Holz – Regionalworkshop von proHolz.NRW

Wie groß sind die Potenziale der Holznutzung im Wohnbereich für den Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es, die Speicherung von Kohlenstoff in Holzprodukten zu steigern? Und welche Rolle kommt der Möbelindustrie dabei zu? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt des sechsten Regionalworkshops von proHolz.NRW, der in Lemgo stattfand.

Der Landesverband Lippe hatte gemeinsam mit proHolz.NRW und der Wirtschaftsförderung des Kreises Lippe dazu eingeladen. Titel der Veranstaltung war „Chancen der Urbanisierung II – Wohnen mit Holz“.

Nachwachsende Rohstoffe verwenden

Die Teilnehmer diskutierten, wie Wohnraum nachhaltig und klimaneutral gestaltet werden und welche Rolle der Cluster ‚Forst und Holz‘ dabei spielen kann. Konsequenter Klimaschutz verlange ein Umdenken in allen Lebensbereichen. Dazu gehöre auch bei der Art und Weise wie Menschen wohnen und welche Baumaterialien und Energieträger sie nutzen. Energie- und rohstoffintensive Materialien im Innenausbau durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen und bei der Energieversorgung auf fossile Rohstoffe zu verzichten, trage aktiv zum Klimaschutz bei. Das sei eine große Chance für den Cluster ‚Forst und Holz‘, er könne vor allem auch regionale Lösungen für eine zunehmend nachhaltigkeitsorientierte urbane Gesellschaft entwickeln.

Holzwirtschaft der Zukunft

Den Auftakt zum Workshop gab Cajus Caesar als Vertreter der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe e.V. und Bundeswaldbeauftragter. Außerdem stand die Idee der SmartWoodFactoryOWL im Mittelpunkt. Diese bietet als Reallabor in Ostwestfalen-Lippe Unternehmen und Forschungseinrichtungen umfangreiche Möglichkeiten und Dienstleistungen für die gemeinsame Gestaltung der Holzwirtschaft der Zukunft. Im Anschluss ging es um das zentrale Thema „Wohnen mit Holz“. Vertreter der gesamten Wertschöpfungskette Holz – vom Forst über Forschungseinrichtungen bis hin zur Möbelindustrie – nutzten den Workshop, um zu diskutieren und konkrete Handlungsfelder und Maßnahmen für proHolz.NRW herauszuarbeiten.

Branchenplattform

Mit dem Projekt „Moderation und Entwicklung eines gemeinsamen Aktionsplans im Rahmen der Clusterinitiative Forst und Holz NRW“ wird das Ziel der Landesregierung verfolgt, die Ressource Holz langfristig durch eine nachhaltige und effiziente Nutzung zu sichern. Dazu schafft proHolz.NRW eine Plattform, um den Austausch innerhalb der Branche zu stärken. Die Akteure des Clusters erarbeiten einen Aktionsplan zur Stärkung der mittelständischen Strukturen auf Basis gemeinsamer Schnittmengen. Im nun durchgeführten sechsten Regionalworkshop wurden die Projektideen konkretisiert und die Federführung verschiedenen Institutionen zugeordnet. Damit sollen die Inhalte, die von Digitalisierung bis hin zu Kommunikationsstrategien reichen, konkreter fassbar werden. Nach der Konzeptentwicklung in diesem Jahr sollen ab 2021 konkrete Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt werden.

LV Lippe/Red.

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