ForstBranche

Wohllebens Waldgipfel – eine Rückschau

Bearbeitet von Jörg Fischer

Am 5. und 6. August 2021 fand der nationale Waldgipfel „Waldsterben2.0“, veranstaltet von Wohllebens Waldakademie, statt. Unsere Gastautorin Kaisu Makkonen-Spiecker war dabei und berichtet hier von ihren Eindrücken.

Organisiert und zur Veranstaltung eingeladen hatten die Geschäftsführenden der Waldakademie, Tobias Wohlleben und Johanna Bruske, nicht er, Peter Wohlleben (Buchautor, Förster und Naturschützer), wie er selbst betonte. Nach Angaben der Geschäftsführerin hatten sich rund 5.000 Personen für die Online-Veranstaltung angemeldet. Am ersten Tag waren bis zu 2.000 Zuschauerinnen und Zuschauer gleichzeitig eingeloggt, am zweiten Tag knapp 1.900.

Auch wenn Peter Wohlleben nach eigenen Worten nicht der Organisator der Veranstaltung war, war doch er derjenige, der den Medien als Gesprächspartner zur Verfügung stand. So hat er schon im Vorfeld der Veranstaltung in einem Deutschlandfunk-Interview zum Begriff „Waldsterben2.0“ gesagt, dem „echten“ Wald gehe es noch gut. Das Waldsterben betreffe nur den vom Menschen geschaffenen Wald, d. h. Plantagen. Ferner sagte er, man solle die abgestorbenen Bäume stehen lassen; sie schützten vor Überhitzung des Bodens und ermöglichten dadurch das Aufkommen der Laubbaumverjüngung. Auch solle man keine Aufforstungen durchführen, der Wald organisiere sich selbst. Diese Botschaften zogen sich dann auch wie ein roter Faden durch die Veranstaltung.

Fünf Prozent – Juwelen der Wälder

Mit seinen erst heute umfänglich erkannten Funktionen sei der Wald ein Multitalent. Er schütze sich selbst und schütze vor dem Klimawandel, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die für die Begrüßung zugeschaltet war. Sie forderte den schnellen Umbau des Waldes zu Mischwäldern; alternativ könne man dem Wald die Möglichkeit geben, sich natürlich „umzubauen“. Das Ziel solle ein naturnaher Wald sein, den man alt werden lassen solle. 5 % der Waldfläche, entsprechend 10 % der öffentlichen Fläche, sollen sich selbst überlassen werden – als „Wildnis“ im Wald, wie es schon in der Biodiversitätsstrategie gefordert wird.

Diese 5-%-Wildnisflächen – Juwelen des Waldes, wie er sie bezeichnete – begrüßte auch der Keynote-Redner und Grünen-Vorsitzende Robert Habeck, der live an der Veranstaltung teilnahm. Er ging jedoch etwas pragmatischer damit um, indem er meinte, dass 5 % Wildnis zu erreichen harte Arbeit erfordere.

Um den Wald schnell und naturnah umzubauen, brauche es eine Waldförderung als Anreiz für die Waldbesitzenden, so Ministerin Schulze. Diese Waldförderung solle nicht nur Klimaschutzwirkung, sondern auch eine Lenkungswirkung haben, um einen schnellen naturnahen Umbau zu ermöglichen und damit langfristig den Wald sich überlassen zu können. Eckpunkte für die geeignete Waldförderung seien schon im Bundesumweltministerium ausgearbeitet worden und werden zur Diskussion gestellt.

Wenn zwei Ministerien in verschiedene Richtungen ziehen, komme nichts Gutes dabei raus, gab Habeck als Seitenhieb Richtung der Bundesministerinnen Schulze und Julia Klöckner. Er halte die Pro-Hektar-Waldförderung, wie sie bisher bei Aufräumarbeiten ohne Rücksicht auf Nachhaltigkeitsziele realisiert wurde, für nicht zielführend; es sei „rausgeschmissenes Geld“. Er forderte von Staat und öffentlicher Hand Investitionen in die Infrastruktur des Waldes, wodurch das Verständnis für den Wald als öffentliches Gut neu geschaffen werden könne. Außerdem sollte dort, wo der Wald nicht genutzt wird, eine Entschädigung gezahlt werden.

Sowohl von Schulze als auch von Habeck gab es weitere parteipolitische Schelte: Die Kritik der Ministerin galt dem eigentlichen nationalen Waldgipfel 2021, zu dem die Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner im Juni eingeladen hatte – nur die Forstpartie, Waldbesitzende und forstliche Verbände, wie Schulze meinte. Dagegen begrüßte sie es, dass die vorliegende Veranstaltung Experten und Expertinnen verschiedener Disziplinen zusammenbringe.

Anders als später einigen Diskussionsbeiträgen entnommen werden konnte, seien nach Habeck Kenntnisse über eine richtige und nicht richtige Bewirtschaftung des Waldes vorhanden. Allerdings helfe die alte Nachhaltigkeitsdefinition nicht immer weiter. Der Wald schütze sich selbst und solle von sich aus die ökologische Stabilität herstellen und widerstandsfester werden. Sein Ziel sei aber nicht, nur Naturwälder zu haben. Die Qualität des Waldes solle insgesamt besser werden.

Auch wenn im Grünen-Wahlprogramm unter anderem Mindeststandards für den Wald, z. B. keine Drainagen, keine Kahlschläge und bodenschonende Bearbeitung geregelt seien und deren Einhaltung beispielweise durch FSC oder qualitativ durch Naturland kontrolliert werden könne, hielt Habeck es nicht für Überregulierung. Viel mehr lege das Programm die Regeln guter, fachlicher Praxis unter Nachhaltigkeitsregeln fest, was aber meistens schon praktiziert werde; so seien beispielsweise Kahlschläge schon heute eine Ausnahme. Er habe auch kein Problem mit der Holznutzung nach den Nachhaltigkeitsregeln. Sie solle allerdings reduziert werden, während gleichzeitig neue Flächen für die Natur – beispielsweise an Bachufern und Aueflächen – geschaffen werden sollen, sodass die Waldkulisse insgesamt erweitert wird.

CO2-Steuer für das Holz

Zum „Nachhaltigkeitstalk“ mit Peter Wohlleben war die Klima-Aktivistin Luisa Neubauer eingeladen. Die beiden Diskutierenden waren weitgehend einer Meinung, dass das Umdenken in der Gesellschaft weiter sei als in der Politik; dass die politische Bedeutung des Waldes noch nicht erkannt sei; dass der Wald in den Wahlprogrammen zu technokratisch und nicht tiefgehend dargestellt werde. Wohlleben forderte hier weniger Verbote, mehr Anreize.

Die Politik habe nach dem Waldsterben der 1980er-Jahre „40 Jahre geschlafen“, so Wohlleben.

Für Wohlleben seien die Windkraftanlagen im Wald keine nachhaltige Lösung für die Energieversorgung; sie sollten aus dem Wald heraus, auf Industriegebiete. Es gebe auch keine nachhaltige Energie; auch die Nachhaltigkeitslabels seien nicht richtig nachhaltig. Er selbst kenne auch keine einzige nachhaltige Nutzung. „Egal, wie bewirtschaftet wird, werden wir in den nächsten 10 Jahren 50 % des Waldes verlieren“, meinte er – ein Satz, der an die apokalyptischen Aussagen zum Waldsterben der 1980er-Jahre erinnert. Wohlleben forderte eine CO2-Steuer für das Holz. Ökosiegel funktionierten in der Regel nicht; als Beispiel gab er das Urwaldholz aus Schweden mit Ökosiegel an.

Keine Angst vor „Verfichtung“

In der Diskussionsrunde zum Thema „Waldumbau – wie viele natürliche Prozesse sollten wir zulassen?“ ging es heiß her. Zunächst musste man sich einigen, wann vom „Kahlschlag“, wann von einer „Kahlfläche“ die Rede sei: Diskutiert und gestritten wurde dann, ob die Flächen mit abgestorbenen Fichten geräumt werden sollen und was mit der eventuell entstandenen Kahlfläche zu machen sei. Hierbei gab es keine Ansätze zu einer Einigung.

Prof. Christian Ammer, Georg-August-Universität Göttingen, und Prof. Ulrich Schraml, Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, waren weitgehend einig darin, dass die Behandlung abgestorbener Fichten im Wald ein differenziertes Vorgehen verlange, unter Berücksichtigung der Ökosystementwicklung und je nach Zielsetzung des Betriebes und vorhandenen Nutzungsmöglichkeiten beziehungsweise Nutzungsnotwendigkeiten. Dies könne eine Räumung der Fläche und neben der Naturverjüngung auch eine Pflanzung mit anderen Baumarten zwecks Biodiversitätszunahme bedeuten. Auch aus Sicherheitsgründen sei es in manchen Fällen zu empfehlen, Flächenteile zu räumen, so Schraml.

Dagegen hält es Prof. Pierre Ibisch, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, für „grundfalsch“, die toten Bäume einzuschlagen. Er ist der Meinung, dass das Ökosystem ohne Eingriffe funktioniert. Auch Knut Sturm, Leiter des Stadtwalds Lübeck, plädierte für möglichst wenige Eingriffe, man solle den Wald auf einer Kahlfläche entstehen lassen. Man sollte keine Angst vor „Verfichtung“ haben. Das sei kurzfristig. Langfristig aber, so seine Erfahrung, kämen viele Pionierbaumarten, wie Birke, Aspe, Eberesche, auch Buche und Eiche auf. Je mehr Käferholz herausgeholt werde, desto mehr fördere man das Aufkommen des Käfers im Wald, berichtete er aus eigener Erfahrung. Weniger tun bringe mehr für die Fläche. Schließlich ist aber auch er für ein lokal angepasstes Handeln. Das Handeln von Förstern und Försterinnen, die vor 80 Jahren Fichten auf Standorten gebracht haben, wo sie nicht hingehören, bezeichnete Sturm als „Zocken“.

Wald werde es immer geben, der werde aber anders aussehen als heute, so Ammer. Die Fichte werde in Teilen Deutschlands verschwinden. Bei der Kiefer müsse man noch abwarten, wie diese als relativ trockentolerant geltende Baumart auf die steigenden Temperaturen reagiert. Die Douglasie als nicht heimische Baumart betrachtete Ammer differenziert: Sie sei keine Heilsbringerin, verdammen dürfe man sie aber auch nicht. Nach seinen Erfahrungen, die eine Schweizer Untersuchung unterstützt, verhalte sich die Douglasie in einer Mischung mit Buche wie andere einheimische Koniferen auch. Er sieht einen Douglasien-Anteil von 10 bis 20 %, je nach Standort, als unproblematisch.

Prof. Erwin Hussendörfer, Hochschule Weihenstephan Triesdorf, verwies auf heimische Baumarten wie Speierling, Feldahorn und Wildapfel, die auch auf Standorten mit hohen Temperaturen durchaus 30 m hoch werden können und vitaler seien als Buche und Eiche.

Hohe Holzvorräte – Risiko oder Klimaschutz?

Auf der Grundlage der Online-Präsentation von Dr. Christopher Reyer vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung über das Projekt „Regenerative Architektur – Bauhaus der Erde“, das sich mit Neubauten der Welt aus Holz auseinandersetzt, wurde eine sehr einseitige Diskussion gegen die Holznutzung geführt – zurückzuführen auf die Zusammensetzung der Diskussionsrunde: Neben Pierre Ibisch und Tobias Wohlleben war der wissenschaftliche Leiter der Naturwaldakademie, Dr. Torsten Welle, dabei.

Während Reyer das Bauen mit Holz als Chance sieht, hielten die anderen Diskutanten dagegen: Biomasse werde im Wald benötigt – tot oder lebendig, so Ibisch. Je heißer es wird, desto mehr Biomasse brauche der Wald. Die Nutzung schwäche die Wälder. Er sieht die Auflichtung des Waldes als höheres Risiko und meinte, die Waldökosysteme seien schon jetzt „leergelaufen“. Außerdem sei die Substitution durchs Holz nicht nötig. Nach Tobias Wohlleben werde in Deutschland viel zu viel Holz verbraucht. Er betrachtete auch die Waldbrände als Folge der Holznutzung. Auch Welle ist für das Einschränken der Nutzung. Akzeptabel für ihn seien 50 % des Zuwachses. Für ihn seien hohe Holzvorräte wichtig für den Klimaschutz im Wald.

Reyer sieht das anders: Höhere Vorräte bedeuteten höheres Risiko. Die Holzströme sollten umgelenkt und Innovationen genutzt werden. Man solle schnell und langfristig reagieren, meinte er.

Um die fehlerhafte Waldbewirtschaftung an einem Negativ-Beispiel zu zeigen, war schließlich Sebastian Kirppu, Naturschützer aus Schweden, eingeschaltet. Er zeigte erschreckende Bilder von Großkahlschlägen, gepflügten Kahlflächen und jungen ausgedehnten Monokulturen. In Schweden seien nach Kirppu 42 % der Wälder jünger als 40 Jahre. Der Vergleich mit Deutschland, wo solche Bilder schon lange der Vergangenheit angehören, wäre hier hilfreich gewesen.

Jagen – ja oder nein?

In der Diskussionsrunde zum Thema „Das Reh – der neue Borkenkäfer“ stand der Vertreter des Deutschen Jagdverbandes, Torsten Reinwald, allein auf verlorenem Posten, als die Vertreterin der Tierrechtschutzorganisation PETA, Nadja Michler, gleich ein absolutes Jagdverbot forderte. Sie meinte, die Natur reguliere sich selbst. Die Jagd sei eine Störung und Tierquälerei. Sie forderte ein komplettes Umdenken, ausgehend von den Wildtieren im Mittelpunkt; um die Rehpopulation zu ändern solle ihrer Meinung nach die Umwelt geändert werden. Nicht mal der zunehmende Bestand invasiver Tierarten dürfe ihrer Meinung nach reguliert werden.

Reinwald dagegen meinte, dass eine Naturverjüngung möglich sein sollte, wofür eine Bejagung notwendig sei. Wenn beim Umbau von Monokulturen Laubbäume eingebracht werden, lockten sie das Wild an, sodass sowohl Schutz als auch Jagd gebraucht würden. Er forderte eine wildökologische Raumplanung; der Verbiss allein sei kein Maßstab. Ein wildökologischer Sachverstand sei bei der Bejagung wichtig, wozu auch das Wildtiermanagement dienlich ist. So geschehe das Eingreifen auf wissenschaftlicher Basis. Auch politische Gremien seien gefragt. Für ihn stellt sich nicht die Frage, ob gejagt wird, sondern wie gejagt wird. Zum nachhaltigen Umgang mit der Natur gehöre nach ihm auch die Jagd. Dennoch solle man natürliche Prozesse dort zulassen, wo es möglich ist.

Jörg Nitsch, BUND, meinte, dass auf die Bejagung vieler Tierarten verzichtet werden könnte; damit blieben nur wenige jagdbare Tiere übrig. Vor allem dort, wo der Wildverbiss aus dem Ruder gelaufen sei, sollte man jagen, sonst möglichst darauf verzichten. Regulieren sollte man nur dahingehend, dass die einheimischen Baumarten aufkommen können.

Laut Knut Sturm sei tatsächlich schon einiges aus dem Ruder gelaufen, wenn Rehe nicht nur Bäumchen beißen, sondern auch andere Pflanzen. Er ist trotzdem für ein möglichst sparsames Eingreifen. Er forderte statt Einzelgesetzen wie die Jagdgesetze ein Gesetz, das die Landschaftsnutzung reguliert. Außerdem sollte die Diskussion über Bejagung nicht mit Jägerinnen und Jägern geführt werden. Die Verpachtungsjagd stellte er in Frage.

Der neue Studiengang „Ökologische Waldbewirtschaftung“ – brauchen wir das?

Peter Wohlleben, Jens Schröder, Chefredakteur der Geo, und Pierre Ibisch haben einen neuen Studiengang „ökologische Waldbewirtschaftung“ initiiert, was nicht überall auf offene Ohren gestoßen ist. Bisher habe man als Reaktion dennoch eher Rückenwind als Gegenwind von der Fachwelt bekommen, so Schröder. In einer Diskussionsrunde erläuterten die Initiatoren nun, was hinter dieser Initiative steckt: Sie suchten dabei Antworten auf die Frage, ob man den Wald künftig anders behandeln sollte und boten dazu Alternativen an (Wohlleben). Ibisch sieht die Initiative als eine Reaktion auf den Klimawandel, auf das, was kommt. Er meinte, dass gewisse ökologische und systemökologische Kenntnisse heute fehlten. In der konventionellen Ausbildung betrachte man den Wald lediglich als Rohstofflieferanten. Der neue Studiengang soll neben der konventionellen Ausbildung entstehen und ein ökologisches Weltbild schaffen, unter Berücksichtigung sozialökologischer Systeme. Der Wald mit seinen kulturellen und Gesundheit fördernden Leistungen biete dazu ein gutes Objekt.

Mit einem Seitenhieb in Richtung der Initiatoren begrüßte Prof. Bastian Kaiser, Rektor der Hochschule Rottenburg, den neuen Studiengang. So sagte er, dass Auslöser der Initiative wohl die Auflagenprobleme der Geo seien, die nun einen Partner an einem „Wohlfühlautor“ gefunden habe. Er stellte aber klar, dass die Beschädigung der alten Studiengänge zu vermeiden sei. Man könne nicht einfach von der „konventionellen Ausbildung“ reden: Die forstliche Ausbildung sei ständig durch neue Inhalte angepasst worden – die Ökologie des Waldes sei dabei immer mehr in den Vordergrund gerückt. Das forstliche Studium sei außerdem flexibler geworden: 15 bis 20 % der Lerninhalte gestalteten die Studierenden heute individuell. Die Ansätze, die Ibisch erläuterte, seien, so gesehen, nicht neu, so Kaiser. Sie seien schon in den alten Studiengängen integriert und in vielen Disziplinen vorhanden.

Ulrich Dohle, Bund Deutscher Forstleute, ist dagegen offen für die Initiative, da mehr Forstleute gebraucht werden, um die riesigen Organisationseinheiten zu entlasten. Er widerspricht jedoch der Behauptung von Wohlleben, die Forstverwaltung beeinflusse die Lehre und Lerninhalte.

Der Sommer 2023 wäre für den Beginn des neuen Studiengangs ein Wunschtermin, so Ibisch. In welcher Hochschule sei dabei noch offen.

Fazit

Der „alternative“ Waldgipfel – der eigentliche Waldgipfel, initiiert von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, fand schon im Juni statt – war insgesamt sehr gut organisiert. Auch die Moderation durch eine Geo-Redakteurin am ersten Tag und einen Spiegel-Redakteur am zweiten Tag war – dank guter Vorbereitung – gut gelungen. Als Online-Veranstaltung – nachzuschauen auf Youtube (Tag 1: https://www.youtube.com/watch?v=cygVGppzndY; Tag 2: https://www.youtube.com/watch?v=OE6lcFObYgo) – hatte die Veranstaltung eine große Reichweite. Die Veranstaltung bot eine geeignete Plattform, um bisherige Ausbildung, Forstverwaltungen und die Politik zu kritisieren und die Notwendigkeit aufzuzeigen, mit der Waldakademie neue Wege zu gehen. Leider war deshalb die Zusammensetzung der Diskussionsrunden oftmals sehr einseitig und bestand bei vielen Themen hauptsächlich aus Gleichgesinnten, sodass die wenigen Außenseiter einem wie Alibi-Diskutanten vorkommen mussten. Desto wichtiger war es jedoch, dass sie dabei waren.

Text: Kaisu Makkonen-Spiecker