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Wofür steht „naturschutz-direkt“?

Auch wenn wir kurzfristig dringendere Probleme haben, sollten wir in wichtige langfristige Trends aktiv einsteigen. Die neu gegründete „naturschutz-direkt gGmbH“ ist eine zeitgemäße Antwort auf gleich drei dieser Trends. Über einen neuen Online-Marktplatz soll eine Honorierung der Ökosystemleistungen des Walds (Hösl) ermöglicht werden

Trend 1: Die Bereitschaft zur Honorierung unserer Ökosystemleistungen wächst. In Bevölkerung, Medien und Politik wachsen die Einsicht in die wichtige Bedeutung des Waldes. Dies gilt insbesondere für die Themen „Klimawandel“ und „Artensterben“. Es wächst damit auch die Bereitschaft, dafür etwas zu tun bzw. zu zahlen: z.B. Bäume pflanzen, Altholzinseln bewahren, Blühwiesen schaffen, den persönlichen CO2-Fußabdruck tilgen. Dies zeigt sich in Baumpflanz-Aktionen und Spenden an Naturschutz-Organisationen (NGOs) sowie politische Ansätze zur Honorierung der Ökosystemleistungen.

Trend 2: Das Geschäftsmodell der nachhaltigen Forstwirtschaft muss angepasst werden. Private Waldbesitzer wurden in den letzten Jahren von mehreren der sieben Wald-Plagen heimgesucht: Frost, Schneebruch, Hochwasser, Sturm, Dürre, Feuer und Käfer. Das bisherige Forst-Geschäftsmodell trägt nicht mehr: aus Holzverkäufen können Ökosystemleistungen für die Allgemeinheit nicht mehr privat finanziert werden. Ob angemessene öffentliche Ausgleichzahlungen z.B. für die Ökosystemleistung CO2-Bindung in Zukunft geleistet werden, wissen wir noch nicht. Eine Honorierung der Ökosystemleistungen durch Spenden wäre eine wichtige Alternative: „Vertragsnaturschutz von privat an privat“.

Trend 3: Online-Marktplätze bieten neue effiziente Lösungen. Die Zahl der Online-Plattformen wächst, die für unterschiedliche Märkte Angebot und Nachfrage zusammenführen. Die Transaktionskosten dieser Online-Marktplätze und Bezahlsysteme werden immer günstiger. Dies gilt auch für einen Onlinemarktplatz für Ökosystemprojekte. Die Nachfrage (Spendenwünsche) der Bürger findet dort das Angebot (Ökosystemleistungsprojekte) der Wald- und Landbesitzer.

Was bedeutet „direkt“?

Die Spenden an Naturschutzorganisationen/NGOs in Deutschland betragen über 200 Mio. € pro Jahr. Sieht man sich deren veröffentlichte Spendenverwendung an, dann geht ein Großteil in politische Lobbyarbeit, Administration, Spendenwerbung und sonstige Aktivitäten weltweit – das kann man als „Naturschutz-Indirekt“ bezeichnen. Bei Spenden an naturschutz-direkt sollen hingegen der Großteil in konkrete, dokumentierte Ökosystemleistungsprojekte in Deutschland fließen, wobei die Spender entscheiden, wo das Geld für welches Projekt eingesetzt wird.

Naturschutz-direkt im Überblick

Projektarten Preisbeispiele

1. Alte Einzelbäume erhalten 20 – 30 € pro Jahr und Baum

2. Biotope erhalten/Prozessschutz 200 – 300 € pro Jahr und Hektar

3. Wildwiesen, Blühwiesen anlegen und pflegen 900 – 1.500 € pro Jahr und Hektar

4. Mischwald wieder-/neu aufforsten 4 – 10 € pro Baum

Projektanbieter

Wald- bzw. Landbesitzer können „Projektangebote“ online einstellen. Als Projekte kommen nur Aktivitäten infrage, die nicht öffentlich gefördert wurden/werden oder gesetzlich vorgeschrieben sind. In der ersten Runde werden nur Mitglieder der AGDW oder Familienbetriebe Land und Forst als zuverlässige Projektanbieter zugelassen.

Projektspender

Vier unterschiedliche Spendenarten sind vorgesehen:

1. Kleinspenden für Projektarten über App ohne Spendenbescheinigung

2. Direktspenden für konkrete Projekte mit Geodaten und Spendenbescheinigung

3. Firmenspenden ggf. mit Kunden-/Mitarbeiter-Bindungsmodellen

4. Infrastrukturspenden, die den Aufbau von naturschutz-direkt unterstützen

Projektabwicklung

Die Projektabwicklung erfolgt durch die naturschutz-direkt gGmbH mit einem externen IT-Service-Unternehmen. Die AGDW ist Gründungsgesellschafterin, weitere Gesellschafter sind im Gespräch. Auch die Familienbetriebe Land und Forst wollen das Projekt aktiv unterstützen. Zusätzlich ist ein Beirat mit Forstwissenschaftlern, IT-Fachleuten sowie Steuer- und Gemeinnützigkeit-Spezialisten vorbereitet.

Was fehlt?

Aktuell fehlt das Geld, um den Betrieb der Online-Plattform naturschutz-direkt in Gang zu setzen bis sie sich über den Umsatz selbst finanziert und ihre volkswirtschaftliche Rolle bei der Honorierung von Ökosystemleistungen aus privaten Spenden übernimmt. Das kann nur gelingen, wenn über Infrastrukturspenden bis zu 100.000 € für Personal, Marketing und Programmierung zusammenkommen.

Machen Sie mit! Spenden Sie und helfen Sie dem Wald!

Natürlich erhalten Sie auf Wunsch eine entlastende abzugsfähige Spendenbescheinigung.

Spendenkonto: naturschutz direkt
IBAN: DE18 2003 0000 0016 4833 96
BIC HYVEDEMM300
Verwendungszweck : „Infrastruktur“ sowie Name und Adresse für Spendenbescheinigung!

Kontakt: info@naturschutz-direkt.de

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