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Wirtschaftsklima in Europa kühlt sich ab

Im dritten Quartal 2018 sank das ifo Wirtschaftsklima von 31,1 auf 19,6 Saldenpunkte. Die Lageeinschätzung der Wirtschaftsexperten hat sich lediglich leicht verschlechtert, ihre Erwartungen trübten sich hingegen deutlich ein und erreichen den niedrigsten Wert seit Ende 2012. Das deutet auf eine konjunkturelle Abschwächung im Euroraum hin.

Das Wirtschaftsklima verschlechterte sich in den fünf größten Volkswirtschaften des Euroraums. Allerdings variiert das Ausmaß der Abschwächung. In Deutschland, Italien und den Niederlanden korrigierten die Experten insbesondere ihre Erwartungen stark nach unten. Der Lageindikator sank in diesen drei Ländern ebenfalls. Trotz des Rückgangs wird die aktuelle Lage in Deutschland und den Niederlanden als weiterhin sehr gut eingeschätzt. Auch in Frankreich und Spanien verbleibt der Lageindikator im positiven Bereich. In Italien ist er hingegen negativ.

Investitionen, Exporterwartungen und Inflation

Während die Experten beim privaten Konsum im Euroraum mit einem weiteren Rückgang der Dynamik rechnen, erwarten sie erstmals seit Ende 2012 wieder stagnierende Investitionen. Die aktuelle Zoll- und Protektionismusdebatte führte zu einer deutlichen Verschlechterung der Exporterwartungen. Die Experten erwarten für dieses Jahr eine Inflationsrate von 1,7 %, nach 1,6 % im Vorquartal. Die Kreditversorgung durch das Bankensystem verbessert sich allmählich.

HMI/Quelle: ifo

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