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Wirtschaftliche Erholung im Eurogebiet erwartet

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Die Forschungsinstitute ifo, KOF und Istat prognostizieren ein leichtes Wirtschaftswachstum für die kommenden zwei Quartale im Eurogebiet. Aber nur, wenn Corona der Wirtschaft keinen Strich durch die Rechnung macht.

Das Eurogebiet wartet auf die wirtschaftliche Erholung. Im ersten Vierteljahr dürfte die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorquartal noch einmal um 0,4 % gesunken sein, als sie um 0,7 % schrumpfte. Das haben die Forschungsinstitute ifo aus München, KOF aus Zürich und Istat aus Rom berechnet. Im zweiten Vierteljahr ist dann mit einem Wachstum zu rechnen von 1,5 % gegenüber dem Vorquartal und sogar von 2,2 % im folgenden Vierteljahr.

Erholung oder Corona?

„Bald dürfte die Erholung einsetzen, wenn uns die Coronakrise nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht“, sagt ifo-Forscherin Pauliina Sandqvist. Die Forscher erwarten zudem, dass die Inflation anzieht. Sie soll zulegen von 0,3 % im Jahr 2020 auf 1,1 % im ersten Vierteljahr, gegen das Vorjahresquartal, und auf 1,8 % im zweiten Vierteljahr. Im dritten Quartal soll sie sogar 2,1 % erreichen gegen den Zeitraum 12 Monate zuvor.

Investitionen und Ausgaben steigen

Nach flauem Jahresbeginn sollen auch Investitionen und Konsumausgaben der privaten Haushalte ab dem zweiten Vierteljahr zulegen, während die Industrieproduktion bereits durchgängig wächst.

Die Vorhersage ist allerdings recht unsicher. Sie hängt ab vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie. Die Impfungen rollen zwar an, aber sie verlaufen im Eurogebiet langsamer als erhofft. Die Ansteckungszahlen nehmen wieder zu, in der Folge werden Branchen geschlossen. Gleichzeitig hält die Industrie ihre Produktion aufrecht, und die Volkswirtschaften der USA und Chinas laufen kräftig.

Quelle: ifo Institut