Holzverkauf und Holzpreise

Windkrafttürme aus Holz

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Der finnisch-schwedische Holzkonzern Stora Enso und das schwedische Holztechnologieunternehmen Modvion starten eine Kooperation, um Holz als bevorzugtes Material für Türme von Windkraftanlagen zu etablieren. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die enormen Möglichkeiten der Verwendung von Holz in anspruchsvollen Konstruktionen aufzuzeigen.

Modvion baut Türme für Windkraftanlagen aus Furnierschichtholz (LVL). Stora Enso ist ein führender Anbieter von Massivholzprodukten, unter anderem von LVL.

Ohne Limit

Die Türme sind in leichten Modulen gebaut, was größere Bauhöhen und einen einfachen Transport auf öffentlichen Straßen ohne Sondergenehmigungen oder Straßenumbauten erlaubt. Aufgrund des guten Verhältnisses zwischen Festigkeit und Gewicht bei der verwendeten nordischen Fichte sowie der Konstruktion der Türme als Hohlzylinder, die hohe Wandstärken erlaubt, gebe es keine relevanten Grenzen in der Bauhöhe der Holztürme. Die relative Festigkeit des Materials ist höher als die von Stahl. Derzeit sind Turmhöhen von rund 150 – 200 m gefragt. Die Anforderung an die Höhe werde aber steigen, da in größeren Höhen stärkere Winde wehen und sich Energie dort effizienter erzeugen lasse.

Negative CO2-Bilanz

Im Gegensatz zu einem Stahlturm üblicher Größe, der einen CO2-Ausstoß von 1250 t verursache, speichere ein ebenso großer Turm aus Holz 540 t CO2, was einer Netto-Speicherung von 300 – 400 t CO2 entspreche. Nach dem Ende der Nutzungsdauer von 25 – 30 Jahren können die Holzelemente im Holzbau wiederverwendet werden.

Über den gesamten Lebenszyklus hinweg, einschließlich der Entsorgung aller Komponenten, verursacht eine Windkraftanlage mit einem Stahlturm laut Modvion 4 – 7 g CO2/kWh. Diese Emissionen seien mit einem Holzturm um etwa ein Drittel geringer.

Quellen: Stora Enso/Modvion