Waldbau

Beratungsstelle gegen Wildschäden in der Eifel

Bearbeitet von Mirjam Kronschnabl-Ritz

Wenn Wildschweine und andere Wildtiere auf Nahrungssuche gehen, können sie dabei auf landwirtschaftlichen Flächen oder privaten Grundstücken erhebliche Schäden anrichten. Das Konfliktpotenzial ist auch in der Eifel besonders gestiegen, daher hat Wald und Holz NRW jetzt eine regionale Beratungsstelle für Landwirtschaft, Grundeigentum, Jagd und Kommunen eingerichtet.

Kommt es zu Schäden durch bestimmte Wildtierarten, sind Jagdgenossenschaften oder Jagdausübungsberechtigte schadenersatzpflichtig – in befriedeten Bezirken wie beispielsweise in Hausgärten müssen die Betroffenen in der Regel die Schäden selber tragen. Wald und Holz NRW hat auf Initiative des rhein-westfälischen Umweltministeriums jetzt eine regionale Beratungsstelle eingerichtet. Sie ist organisatorisch beim Nationalparkforstamt Eifel angesiedelt.

Beratung von Wildschadensbetroffenen

Ansprechperson in der neuen „Beratungsstelle für ASP-Prävention und Wildschadensminimierung in der Nationalparkregion Eifel“ ist Diplom- Forstingenieur Elmar Falkenberg. Zentrale Aufgabe ist die Beratung von Wildschadensbetroffenen wie auch Jagdausübenden. Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW freut sich, mit Elmar Falkenberg einen in Fragen der Landnutzung und Jagd erfahrenen Mitarbeiter für die Projektstelle gewinnen zu können. Der 57-Jährige soll für seine Beratung auf eigene Schadenserfassungen und bei Behörden vorhandene Wildschadensanzeigen, Abschussmeldungen und Trichinenprobenergebnisse zugreifen können.

Verbesserte Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche

Vorrangiges Ziel der Beratungsstelle ist es, Ursachen und Schwerpunkte von Wildschäden festzustellen und diese durch verbesserte Zusammenarbeit und konkrete jagdpraktische Beratung zu minimieren. Einen besonderen Stellenwert haben dabei der offene Dialog und Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten. Begleitet werden soll die Arbeit durch einen Beirat, der mindestens zweimal jährlich zusammenkommen soll und für das Thema wichtige Interessensgruppen aus den drei „Nationalpark-Kreisen“ – der Städte Region Aachen, sowie den Kreisen Düren und Euskirchen – an einen Tisch holt.

Betroffene erreichen Herrn Falkenberg unter der Telefonnummer 02444/9510-36
oder per Email an elmar.falkenberg@wald-undholz.nrw.de

Quelle: Wald und Holz NRW