WaldÖkologie

Wildlebensraumberatung in Bayern ausgeweitet

Bearbeitet von Mirjam Kronschnabl-Ritz

Die Artenvielfalt auf den Feldern und in den Fluren Bayerns zu fördern ist nicht erst seit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ein wichtiges Ziel der Agrarpolitik. Die Wildlebensraumberatung ist schon seit 2015 ein wertvolles Instrument. Diese wurde in diesem Jahr deutlich ausgebaut.

Bislang gab es in jedem Regierungsbezirk lediglich einen Ansprechpartner, der Landwirte, Winzer und Gärtner hinsichtlich wertvoller Lebensraumgestaltung für wildlebende Tiere und Pflanzen beraten hat. Nun ist die Wildlebensraumberatung Aufgabe aller bayerischen Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Unterstützung in Sachen Artenvielfalt

An jedem Amt gibt es jetzt einen Ansprechpartner. „Wir unterstützen die Macher in Sachen Artenvielfalt“ in ganz Bayern. Mit den Beratern wurde ein umfangreiches und flächendeckendes Angebot aufgebaut. „Sie informieren landesweit die interessierten Betriebe, welche vielfältigen Möglichkeiten es gibt, Lebensräume für wildlebende Tier- und Pflanzenarten zu erhalten, aufzuwerten und auch zu vernetzen“, sagte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber bei einem Vor-Ort-Termin im niederbayerischen Geiselhöring. Dort wurden mit Unterstützung der Wildlebensraumberater 20 ha als Biotop- und Wildlebensraumverbund gestaltet.

Umsetzbare Lösungen zusammen mit den Landwirten

Die einzelnen Maßnahmen erfüllen verschiedene Funktionen: Blühende Pflanzen bieten beispielsweise Samen und Nektar als Nahrung für Vögel und Insekten. Mehrjährige Blühflächen, Hecken mit Kleinstlebensräumen, wie auch Altgrasstreifen und Zwischenfrüchte halten Strukturen für die Überwinterung bereit. Abschnittsweise gepflegte Feldsäume vernetzen die Lebensräume in der offenen Kulturlandschaft miteinander. Die Wildlebensraumberater entwickeln umsetzbare Lösungen mit den Landwirten vor Ort. Dabei ist es wichtig auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Landwirte einzugehen, aber auch örtliche Gegebenheiten mit einzubeziehen. Ein ebenso starker Ansatz ist die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren, wie Jägern, Imkern und Verbänden. Auch interessierte Bürger gehören dazu.

Hintergrundinfo:

Über das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) werden den Betrieben deren vielfältige Leistungen für mehr Artenvielfalt auf ihren Flächen honoriert.

Informationen zum Angebot der Wildlebensraumberatung

Informationsbroschüre „Beratungshilfe Wildlebensraumberatung“

Quelle: StMELF