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Wie viel Wolf verträgt unser Land?

Auf der Umweltministerkonferenz in Berlin (2.12.2016) erhielt Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Dr. Till Backhaus, am Ende einer intensiven Debatte Unterstützung für seinen Antrag „Definition des Erhaltungszustandes des Wolfes“.

Damit ist der Bund nun aufgefordert, populationsbezogene Betrachtungen zum Erhaltungszustand der Art Wolf vorzunehmen und klar zu definieren, ab wann ein „günstiger Erhaltungszustand“ dieser streng geschützten Art vorliegt.
Mecklenburg-Vorpommern ist neben Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt mit am stärksten von der Wiederansiedlung des Wolfes betroffen. Auf der Ebene der Länder sind bereits verschiedene Maßnahmen – wie die Aufstellung entsprechender Managementpläne, die Realisierung von Monitoringmaßnahmen oder die Einführung von Regelungen zum Ausgleich von Schäden und zur Förderung von Präventionsmaßnahmen – etabliert worden. Seitens des Bundes wurde u.a. eine Dokumentations- und Beratungsstelle für den Wolf eingerichtet.
Minister Backhaus: „Das allein reicht aber nicht. Die Wolfspopulation verzeichnet auch in Deutschland einen deutlichen Zuwachs. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Da stellt sich die Frage: Wie viel Wolf verträgt unser Land? Um darauf eine Antwort zu finden, braucht es eine verlässliche und aktuelle Datenbasis. Vor allem aber müssen wir uns länderübergreifend noch intensiver zum Umgang mit dem Wolf austauschen und im Wolfsmanagement deutschlandweit einheitlich agieren. Auch der Bund muss sich noch stärker in diesen Prozess einbringen. Früher oder später werden wir uns auch mit der Frage von Obergrenzen auseinandersetzen müssen. Dazu bedarf es aber zunächst schnellstmöglich einer genauen populationsbezogenen Betrachtung des Erhaltungszustandes für den Wolf.“
LU Mecklenburg-Vorpommern

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