Waldschutz

Wie das Freizeitverhalten das Leben von Wildtieren beeinflusst

Bearbeitet von Martin Steinfath

Corona prägte unser Freizeitverhalten im vergangenen Jahr 2020 und wird uns wohl auch mindestens im Jahr 2021 begleiten. Viele von uns verbringen mehr Freizeit in nahegelegenen Wäldern. Doch was bedeutet dies für unsere heimischen Wildtiere? In AFZ-DerWald 6/2021 informieren Vera Kopp, Anne Ulrich, Rudi Suchant von der FVA wie sich Naturerholung und Wildtierschutz verbinden lassen.

Der Lebensraum für Wildtiere wird immer beengter. Problematisch wird das vor allem dadurch, dass der Lebensraum von Wildtieren durch Zersiedelung der Landschaft und Infrastrukturmaßnahmen bereits seit vielen Jahrzehnten zunehmend knapper geworden ist und die biologische Vielfalt gefährdet. Hinzu kommen die erschwerten Lebensbedingungen für Wildtiere im Winter (Schnee, knappes Nahrungsangebot) oder durch Hochwasser (weniger Rückzugs- und Äsungsorte durch Überschwemmungen).

Mit dem anhaltenden und durch die Corona-Pandemie nochmals verstärkten Trend steigender Besucheraufkommen schwinden ihre Rückzugsräume weiter, so die Autoren in AFZ-DerWald 6/2021.

Der Blick in einschlägige Studien zeigt, dass die Mehrheit der untersuchten Erholungsaktivitäten negative Reaktionen bei Verhalten und Physiologie von Wildtieren hervorruft. Ungestörte Rückzugsräume für Wildtiere werden kleiner und seltener, Flucht und Stressreaktionen nehmen zu.

Gleichzeitig benennen die Studien aber auch Empfehlungen für eine gemeinsame „Naturnutzung“ von Mensch und Wildtier. Die größte Bedeutung wird dabei der Einrichtung von Ruhezonen für Wildtiere zugedacht.

Wenn Sie detailliertere Informationen dazu wünschen, finden Sie hierzu einen Artikel in der digitalen Ausgabe von AFZ-DerWald

Text: Vera Kopp, Anne Ulrich, Rudi Suchant