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Bundeswettbewerb HolzbauPlus gestartet

Bundeswettbewerb HolzbauPlus gestartet

Höhepunkt der Fachtagung „Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen“ im Rahmen der internationalen Messe bautec in Berlin war am 24.2.2012 der Start zu dem Bundeswettbewerb „HolzbauPlus“ durch den Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundeslandwirtschaftsministerin, Peter Bleser.
Mit der Holzverwendung verbunden sei nicht nur ein hoher Sympathie- und Wohfühlfkator, sondern der nachwachsende Rohstoff sei gleichwohl Teil einer biobasierten Kreislaufwirtschaft und der Holzbau ein Aspekt des Klimaschutzes. Über die Charta für Holz hat die Bundesregierung große Ziele abgesteckt, „die nur gemeinsam mit der Bauwirtschaft neben der Forst- und Holzwirtschaft erreicht werden können“, sagte Bleser und umriss die Ziele des Wettbewerbes HolzbauPlus: „Mit dem vom Bundeslandwirtschaftsministerium initiierten Wettbewerb wollen wir zeigen, wie leistungsfähig Baustoffe und Energieträger aus nachwachsenden Rohstoffen sind. Der Wettbewerb präsentiert vorbildliche Lösungen, die andere Bauherren auf neue Ideen bringen können.“
Der Bundeswettbewerb HolzbauPlus umfasst alle Aspekte des Bauens mit nachwachsenden Rohstoffen. Neben dem Einsatz von Holz in der Konstruktion, der Fassaden- und Innengestaltung soll er auch die Verwendungsmöglichkeiten von Dämm- und Ausbaustoffen sowie Naturfarben auf der Basis nachwachsender Rohstoffe aufzeigen. Eine energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe kann, muss aber nicht in die ganzheitliche Planung einfließen. Bleser rief zum Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen auf: „Investieren Sie, schaffen Sie neue Angebote und treiben Sie die Entwicklung voran; in diesem Bereich haben wir große Herausforderungen zu bewältigen.“ Das BMELV werde auch in Zukunft als Partner zur Verfügung stehen.
Motiviert werden sollen zur Teilnahme am Wettbewerb private, gewerbliche und öffentliche Architekten, Bauherren und Bauunternehmer, die im Zeitraum 1.11.2010 bis 31.10.2012 innovative Gebäude fertig gestellt oder Bestandsbauten saniert haben. Der Standort des Gebäudes muss sich innerhalb der Bundesrepublik Deutschland befinden. Letzter Abgabetermin für die Unterlagen bei der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) ist der 31.10.2012. Eine Jury unter Vorsitz von Prof. Manfred Hegger (TU Darmstadt) – vertreten sind auch der Deutsche Holzwirtschaftsrat und der Deutsche Forstwirtschaftsrat – wird schließlich die Projekte auswählen, „die gestalterisch, konzeptionell und technologisch in besonderer Weise das Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen demonstrieren“. An die Bauherren werden Preisgelder in Höhe von insgesamt 37500 EUR und an Architekten, Planer und Bauunternehmer Anerkennungen vergeben. Die Preisverleihung soll im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2013 in Berlin erfolgen. 
Dr. Andreas Schütte, Geschäftsführer der FNR, unterstrich in seinen Worten die Anliegen Ressourcenschonung und Klimaschutz. Rückblickend hielt er fest, dass seit 1998 über das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe in fast 100 Vorhaben die Forschung zu Holz und Holzwerkstoffen, Dämmstoffen u.a. im Baubereich mit über 20 Mio. EUR durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) unterstützt worden ist. Hinzu kommen Aktivitäten im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der FNR wie die Fachberatung Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen (www.natur-baustoffe.info) und die 2011 an etwa 40 Standorten erfolgreiche Wanderausstellung BAUnatour (www.baunatour.de), für deren Tour 2012 noch Anmeldemöglichkeiten bestehen. 
 

Weitere Informationen zum Wettbewerb

fp/S. Loboda

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