ABO
Wertvolles Holz wird auf den Submissionen von HessenForst verkauft

Wertvolles Holz aus Hessen ist gefragt

Am 21. März ist der internationale Tag des Waldes. International bekam auch der hessische Wald wieder große Aufmerksamkeit – denn HessenForst bot die wertvollsten Hölzer des Jahres auf speziellen Ausstellungsplätzen an. Über 6.000 m³ dieser Sahnestücke wurden in einem Gebotsverfahren erfolgreich verkauft.

In den Forstämtern Wettenberg, Jesberg, Schlüchtern und Jossgrund wurden im Winterhalbjahr die wertvollsten Stämme aus dem Staatswald gebündelt. Auch private und kommunale Waldbesitzer beteiligten sich. „Auf speziellen Lagerplätzen präsentieren wir den Kunden die Holzstämme“, sagt Jörg van der Heide, Abteilungsleiter für Holzverkauf beim Landesbetrieb. „Das Interesse ist groß. Wir konnten das Interesse von Holzkunden aus ganz Deutschland, aber auch aus Frankreich, Österreich, Polen und den Niederlanden wecken.“ Mit 77 % bildete die Eiche den Löwenanteil der rund 6.400 m³ Wertholz. 12 % waren andere Laubhölzer wie Ahorn, Esche und Kirsche, 11 % der Menge waren Nadelhölzer.

Waldpflege schafft Top-Qualität

Auch für die Forstleute sind diese Wertholzsubmissionen kein Alltagsgeschäft. „Mehrere Generationen von Försterinnen und Förstern haben diese besonderen Bäume begleitet und immer wieder durch Waldpflege entwickelt“, sagt van der Heide. „Wenn man dann diese tollen Qualitäten ernten kann, realisiert man ein über Jahrzehnte, manchmal Jahrhunderte verfolgtes Ziel. Das ist dann schon etwas Besonderes.“

Das Lärchenholz der Nadelwertholzsubmission im Forstamt Jossgrund übertraf alle Erwartungen. Foto: A. Weber, HessenForst

Der Lohn der generationenübergreifenden Pflege schlägt sich auch in den Preisen nieder: Ein speziell gemaserter Ahornstamm, der in Jesberg angeboten wurde, erzielte 6.315 €/m³. In Wettenberg wechselte eine Eiche für 2.070 €/m³ den Besitzer, in Jossgrund brachte ein einziger Lärchenstamm dem Besitzer über 1.600 € ein.

Spitzenpreise für Spitzenverwendung

Die verkauften Stämme werden nun weiter verarbeitet. Aus ihnen entstehen hochwertige Furniere und edle Bretter für Möbel. Einige Eichen finden Verwendung als Daubenholz für Fässer. In ihnen reifen dann z. B. Barriqueweine heran. Ahorn wird gerne zu hochwertigen Musikinstrumenten verarbeitet, Lärchenstämme zu robusten Holzfenstern oder Fußböden. Eine Gemeinsamkeit haben alle Hölzer: sie werden als nachhaltiger Rohstoff zu Produkten verarbeitet, die Menschen erfreuen.

Zur Submission Jesberg: forstpraxis.de-Meldung

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

Red./HessenForst

Auch interessant

von