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Wertholzsubmissionen Schleswig-Holstein: Stabile Preise für Eiche und Esche

Wertholzsubmissionen Schleswig-Holstein: Stabile Preise für Eiche und Esche

Am 14. Februar 2012 fand die Gebotseröffnung der 40. Laub- und Nadelwertholz-submissionen Schleswig-Holstein statt. Auf zwei zentralen Wertholzlagerplätzen in Daldorf und in Lanken wurden 3608 Fm (Vorjahr 3598 Fm) der wertvollsten Hölzer aus Schleswig-Holstein angeboten. Diese vier koordinierten Submissionen werden auf dem Lagerplatz Daldorf gemeinsam von der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur für private und kommunale Waldbesitzer und von den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (AöR), sowie auf dem Lagerplatz Lanken zeitgleich vom Eigenbetrieb Kreisforsten Herzogtum Lauenburg und dem Stadtwald Lübeck ausgerichtet.
Bei insgesamt konstanter Angebotsmenge wurde aufgrund der guten Nachfrage insbesondere deutlich mehr Esche angeboten (1.287 Fm gegenüber 765 Fm im Vorjahr). Die angebotene Eichenmenge war mit 2102 Fm etwas geringer als im Vorjahr (2490 Fm). Insgesamt haben sich 22 Bieter aus ganz Deutschland, sowie aus Dänemark, Polen und Österreich an den Submissionen beteiligt. Verkauft wurden 18 verschiedene Holzarten, vor allem Eichen und Eschen sowie geringere Mengen anderer Hölzer wie Ahorn, Kirsche Erle, Roteiche, Hainbuche und Walnuß. Insgesamt konnten 99% der angebotenen Menge zugeschlagen werden.
Der Gesamtumsatz lag bei 1.208.000 Euro (Vorjahr 1.265.000 Euro). Über alle Holzarten wurde ein durchschnittlicher Holzerlös von 335 Euro/Fm erzielt (Vorjahr 360 Euro/Fm) Die Veränderung beim Durchschnittserlös resultiert lediglich aus der Verschiebung der Mengenanteile von Eiche und Esche. Insgesamt zeigt sich eine stabile Preissituation.
Bei der Eiche wurde ein Durchschnittspreis von 433 Euro/Fm auf Vorjahrsniveau erreicht (Vorjahr 432 €/Fm). Das Höchstgebot bei der Eiche erzielte ein Los aus den Kreisforsten Herzogtum Lauenburg mit 1.148 €/Fm. Dieses ist mit 5,8 Fm zugleich der teuerste Stamm der Submissionen mit einem Erlös von insgesamt 6.294 Euro. Die Anzahl der Gebote lag bei den Landesforsten für die Eiche bei 4,8 je Los gegenüber 5,1 im Vorjahr.
Bei der Esche konnte trotz fast 70 Prozent gestiegener Angebotsmenge mit 193 €/Fm ebenfalls ein stabiler Durchschnittspreis erzielt werden (Vorjahr 192 €/Fm). Die teuerste Esche aus der Herzoglich Oldenburgischen Forstverwaltung Lensahn   erbrachte mit einem Preis von 347 €/Fm bei 6,7 Fm einen Gesamterlös von 2328 Euro.
Das Spitzengebot der Submissionen mit 1.159 €/Fm erzielte ein Walnußstamm von der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur mit einem Durchmesser von 83 cm und einer Länge von 2,8 m. An einem solchen Stamm lässt sich erahnen, dass wohl bei so manchem Stamm in Gärten und Parks der wahre Wert nicht erkannt wird.
Ahorn wurde mit 52 Fm nur zurückhaltend angeboten (Vorjahr 139 Fm). Der Durchschnittspreis lag bei 324 €/Fm, als Höchstpreis wurden 655 €/Fm erzielt.
Auch die Kirsche wurde marktbedingt nur mit einer geringen Menge von 9 Fm angeboten. Bei einem Höchstpreis von 508 €/Fm erzielte sie im Durchschnitt 298 €/Fm.
Durchaus bemerkenswert war das Ergebnis für die Roteiche, 33 Fm wurden zu einem Durchschnittspreis von 261 €/Fm bei eimem Spitzenpreis von 337 €/Fm verkauft.
Der Waldbesitz in Schleswig-Holstein ist mit dem Ergebnis der diesjährigen Submissionen insgesamt sehr zufrieden. Die Preise insbesondere für die mengenmäßig bedeutsamen Eichen und Eschen sind stabil geblieben. Insgesamt erreichen die Preise wieder ein zufriedenstellendes Niveau. Es setzt sich bei den Submissionen in Schleswig-Holstein ein Trend fort, der sich in den letzten Wochen auch schon bei anderen Laubholzversteigerungen in Deutschland gezeigt hat. Die Nachfrage nach wertvollem Eichen und insbesondere nach Eschen ist anhaltend hoch.
SHLF

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