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Wertholzsubmission Schleswig-Holstein

Am 27. November 2018 fand die Gebotseröffnung der zum zweiten Mal durchgeführten Herbst-Submission Schleswig-Holstein statt. Auf dem zentralen Wertholzlagerplatz in Daldorf wurden von der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur für private und kommunale Waldbesitzer und von den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten herausgelöst aus dem traditionellen Wertholztermin Mitte Februar rd. 2.700 Fm Wertholz aus Schleswig-Holstein angeboten.

Nachdem im Vorjahr bei der Herbstsubmission nur Esche und Douglasie angeboten wurden, war das Angebot diesmal vor allem um Eiche und Lärche erweitert.

Gegenüber der Angebotsmenge im Vorjahr von 680 Fm wurde das Angebot in diesem Herbst deutlich ausgeweitet, weil immer noch trockene Waldböden die Holzernte in Beständen ermöglichten, die sonst kaum zugänglich waren. Der Schwerpunkt lag bei der Eiche, die mit einer Menge von rd. 1.590 Fm angeboten wurde. Die angebotene Eschenmenge lag mit rd. 830 Fm fast 400 Fm über dem Vorjahr. Lärchen und Douglasien wurden 154 Fm bzw. 136 Fm angeboten.

Insgesamt haben sich 30 Bieter aus ganz Deutschland, davon einige neue Kunden insbesondere aus Nordrhein-Westfalen, sowie aus Dänemark und Polen an der Submission beteiligt. Insgesamt konnten rd. 80 % der angebotenen Menge sofort zugeschlagen werden.

Der Gesamtumsatz lag bei 825.000 €. Insgesamt zeigt sich unter Berücksichtigung der angebotenen Qualitätsstruktur eine stabile Preissituation für alle vier angebotenen Holzarten. Bei unbebotenen Eschen beruht die Zurückhaltung offenbar auf der hohen Angebotsmenge, zum Teil zu schwachen Dimensionen und Qualitätsmängeln, bei unbebotenen Eichen auf Qualitätsgründen.

Bei der Eiche wurde ein Durchschnittspreis von 502 €/Fm für verkaufte Hölzer erreicht (Februar 201: 519 €/Fm). Gemessen an der Qualitätsstruktur zeigt sich dabei eine stabile Marktlage für die Eiche. Das Höchstgebot bei der Eiche erzielte ein Los aus den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten mit 1.839 €/Fm (Februar 2018: 1.589 €/Fm). Die Anzahl der Gebote lag für die Eiche im Durchschnitt bei 5 bis 8 je Los, auf einzelne Eichen wurden bis zu 19 Gebote abgegeben.

Der teuerste Einzelstamm der Submissionen war eine Eiche von der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur aus der Forstverwaltung Nehmten am Plöner See. Mit einem Volumen von 12,15 Fm erzielt diese Eiche einen Erlös von 6.889 €.

Der teuerste Stamm war eine Eiche von der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur aus der Forstverwaltung Nehmten. Mit einem Durchmesser von 129 cm erzielt der Stamm bei 12,15 Fm einen Erlös von 6.889 €. Ersteigert wurde dieser Stamm von einem Betrieb in Lübeck. Verwendung findet eine Eiche solcher Dimension für die Produktion von Tischplatten. Foto: Schleswig-Holsteinische Landesforsten

Bei der Esche konnte mit 205 €/Fm nach 251 €/Fm im Februar 2018 und 207 €/Fm im Herbst 2017 wieder ein normalisierter Durchschnittserlös erzielt werden. Das Höchstgebot für die Esche lag für eine Riegelesche bei 337 €/Fm.

Die Riegelesche von der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur erzielte 337 €/Fm. Foto: Schleswig-Holsteinische Landesforsten

Lärche und Douglasie wurden zufriedenstellend beboten und erzielten Durchschnittserlöse von 212 bzw. 180 €/Fm. Als Höchstpreise wurden bei Lärche 310 €/Fm und bei der Douglasie 233 €/Fm erreicht.

Der Waldbesitz in Schleswig-Holstein ist mit dem Ergebnis der diesjährigen Herbst-Submission insgesamt sehr zufrieden. Die Nachfrage nach wertvollem Laubholz, vor allem Eichen und Eschen ist weiterhin anhaltend hoch.

Schleswig-Holsteinische Landesforsten, Harald Nasse

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