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Insgesamt wurden Einzelstämme im Wert von 263.000 € sowie Losholz im Wert von 34.220 € (Durchschnitt Losholz 413 € je Fm) verkauft.

Wertholzsubmission Rheinland 2020 in Bonn

Im Rahmen der diesjährigen Submission für Laub- und Nadelholz (mit Eichenlosholz), organisiert durch das Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft wurden insgesamt 621 Fm angeboten. Der Schwerpunkt der Wertholzsubmission lag in der Baumartengruppe Eiche.

Vor dem Hintergrund der Borkenkäferkalamität hatten die Forstbetriebe deutlich weniger Holz angeboten als im Vorjahr (866 Fm). Das Holz wurde von 31 privaten, kommunalen und staatlichen Forstbetrieben aus Eifel, Bergischem Land und der Niederrheinischen Bucht geliefert.

Mit 379 Fm Eichenstammholz lag das Angebot deutlich unter Vorjahresniveau (517 Fm). Neben den Einzelstämmen wurden auch 83 Fm Losholz (Vorjahr: 116 Fm) angeboten. Mit einem Anteil von 74 % lag der Schwerpunkt der Wertholzsubmission in der Baumartengruppe Eiche.

Das Angebot an Buntstammholz lag mit 130 Fm deutlich unter dem Vorjahr (201 Fm). Angeboten wurde vorwiegend Kirschen (49 Fm; Vorjahr: 89 Fm), Ahorn (8 Fm; Vorjahr: 45 Fm) Esche (26 Fm; Vorjahr: 23 Fm), aber auch Raritäten wie Nussbaum, Esskastanie, Mammutbaum, Thuja und Tulpenbaum. Das Angebot an Nadelstammholz lag mit 29 Fm (Vorjahr: 32 Fm) auf sehr niedrigem Niveau, ebenfalls erklärbar durch die Borkenkäferkalamität und der damit verbundenen Prioritätensetzung in den Forstbetrieben.

Insgesamt gaben 22 Bieter aus dem In- und Ausland Gebote auf die 379 Einzelstämme und 21 Eichenstammholzlose ab.

Ausgewählte Ergebnisse

Insgesamt wurden Einzelstämme im Wert von 263.000 € sowie Losholz im Wert von 34.220 € (Durchschnitt Losholz 413 € je Fm) verkauft.

Das höchste Gebot je Festmeter wurde mit 1.890 € für eine Traubeneiche aus der Gräflich Nesselrode’schen Verwaltung bei Ruppichteroth abgegeben. Die insgesamt wertvollste Eiche kam in diesem Jahr aus dem Stadtwald Rheinbach mit einem Durchmesser von 69 cm, einer Länge von 11,80 m und einem Gesamtvolumen von 4,41 Fm. Bei einem Preis von 1.348 €/Fm brachte dieser Stamm einen Gesamterlös von 5.944 €.

Die nach wie vor hohe Nachfrage nach Eichenholz spiegelt sich im diesjährigen Submissionsergebnis wider. So wurde mit einem Durchschnittspreis von 611 €/Fm (Vorjahr: 539 €/Fm) das gute Preisniveau des Vorjahres deutlich überschritten. Grund dafür waren die sehr gute Qualität der Stämme sowie das knappe Angebot bei gleichbleibend hoher Nachfrage.

Das Angebot an Buntlaubholz wurde sehr differenziert bewertet. Kirsche geringer Dimension und mäßiger Qualität wurde dementsprechend nur mit von 60 bis 80 €/Fm beboten, gute Qualitäten dagegen brachten über 400 €/Fm, der wertvollste Stamm lag bei 709 €/Fm. Für Esche wurde im Mittel 228 €/Fm (Vorjahr: 221 €/Fm) geboten und damit das Vorjahresniveau leicht übertroffen. Der Ahorn erzielte einen Durchschnittspreis von 161 €/Fm und lag damit deutlich unter dem Vorjahresniveau (251 €/Fm). Erfreulich waren die Gebote auf die Roteiche. Mit einem Durchschnittserlös von 260 €/Fm ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von 9 % zu verzeichnen.

Landesbetrieb Wald und Holz NRW/Red.

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