Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
Wertholzsubmission Rheinland 2012

Wertholzsubmission Rheinland 2012

Die diesjährige Wertholzsubmission Rheinland war geprägt von einer guten Nachfrage und stabilen Preisen. Ein Riegelahorn mit einem Spitzenpreis von 5108 € je Festmeter (Fm) bildete den Höhepunkt. 22 Bieter gaben Angebote für die 601 Einzelstämme von 17 verschiedenen Baumarten (Gesamtmenge 828 Fm) ab. An der seit nunmehr 47 Jahren durchgeführten Wertholzsubmission Rheinland beteiligten sich vier Regionalforstämter des Landesbetriebes Wald und Holz NRW, zwei Stadtforstämter sowie vier private Forstbetriebe aus dem Landesteil Rheinland.
Seit Anfang Januar 2012 konnten Bieter das Holz der Submission Rheinland auf dem Wertholzplatz in Bonn-Röttgen begutachten und ihre Angebote abgeben. Die Gebotseröffnung fand am 1. Februar 2012 in Bonn statt. Die angebotene Menge war gegenüber dem Vorjahr um 26 Prozent gestiegen, da die Verkäufer aufgrund der positiven Konjunkturentwicklung auf eine höhere Nachfrage bauten. Insgesamt lagen auf dem Wertholzplatz 601 Einzelstämme von 17 verschiedenen Baumarten. Die Qualität des Holzes entsprach der des Vorjahres.
Durch das insgesamt höhere Wertholzangebot brachte die Rheinische Wertholzsubmission leicht niedrigere Durchschnittspreise mit sich. Der Bergahorn war die Ausnahme – Durchschnittspreis 628 €/Fm – und zeigte mehr als eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. Mit 84 Fm war das Angebot der Esche fast vervierfacht worden. Trotzdem war sie stark nachgefragt und erreichte mit 184 €/Fm einen guten Preis. Das in Deutschland zunehmende Eschentriebsterben ist wahrscheinlich ein Grund des zunehmenden Eschenangebots. Die Verkaufsquote lag bei 97% und entsprach somit in etwa der des Vorjahres. Im Ganzen blieben 20 Losen ohne Gebot oder wurden aufgrund eines zu geringen Gebots nicht zugeschlagen. Der Durchschnittspreis über alle Baumarten lag bei 325 €/Fm und damit um 9 % geringer als im Vorjahr (358 €). Der Gesamterlös lag bei etwa 290.000 €.
Die Eiche, mit 485 Fm Hauptbaumart der Submission Rheinland, erzielte einen Durchschnittspreis von 424 Euro/Fm. Dies bedeutet eine Preissenkung von 8 % gegenüber dem Vorjahr. Das Höchstgebot für die Eiche belief sich auf 1149 Euro/Fm, ähnlich wie im Vorjahr. Dies ist ein deutliches Zeichen, dass auch in diesem Jahr ein hohes Interesse der Furnierkäufer vorlag. Für Stämme von guter Qualität, die für hochwertiges Sägeholz oder Furniere verarbeitet werden, wurden im Durchschnitt rund 600 € pro m³ geboten.
Die angebotene Menge an Kirsche folgte dem allgemeinen Trend und war im Vergleich zu 2011 deutlich gestiegen. Insgesamt wurden 106 Fm Kirsche angeboten. Der Durchschnittspreis ist jedoch mit 240 Euro/Fm im Vergleich zum Vorjahr um 3 % gesunken. Der Spitzenpreis von Kirsche erreichte 949 Euro/Fm und lag somit erheblich höher als in 2010 (+ 38 %).
„Die Braut“ der Submission war ein Riegelahornstamm aus dem Forstamt Rhein-Sieg-Erft, Revier Knechtsteden-Königsdorf. Der Stamm erzielte den Spitzenwert mit über 5100 Euro/Fm, und einen Totalerlös von 7560 €. Auch ohne diesen „Lottogewinn“ sind die Bergahornpreise deutlich gestiegen, mit 447 €/Fm stieg der Preis um 48 % gegenüber 2011!
In einer geringen Anzahl von Losen wurden auch Elsbeere, Hainbuche, Walnuss, Nussbaum, Lärche, Douglasie, Erle, Ulme, Fichte und Kiefer angeboten. Aufgrund des stark reduzierten Angebotes lassen sich allerdings keine Aussagen über den Preistrend dieser Baumarten machen.
Landesbetrieb Wald und Holz NRW

Auch interessant

von