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Lebhaft diskutiert wurde über die wertvollsten Eichenstämme Landrat Klaus Pavel (Mitte) mit den Organisatoren der Bopfinger Submission (v.l.): Josef Neher

Wertholzsubmission Bopfingen: Eiche weiterhin sehr gut nachgefragt

Von 18 Forstbetrieben Verkaufsorganisationen (Ostalbkreis zusammengefasst) wurden 31 verschiedene Baumarten zum Kauf angeboten. Von 2.473,67 Fm wurden 2.406,58 Fm beboten, das sind 97,3 % der Liefermenge (Vorjahr 99,72%). Es wurde von 61 Kunden (Vorjahr 74 Kunden) Gebote abgegeben; an 55 konnte ein Zuschlag erteilt werden (Vorjahr 68).

Der Eichenanteil mit 1.675 Fm vom insgesamt 2.475 Fm angebotenem Wertholz wurde gegenüber 2016 nochmals gesteigert. Damit entsprachen die Waldbesitzer der Nachfrage der Käufer.
1.663 Fm Eiche wurden zum durchschnittlichen Preis von 471 €/Fm abgesetzt. Die Eichenpreise liegen auf dem Vorjahresniveau – zumal auch noch mäßige Qualitäten abgesetzt werden konnten. Für die kommenden Jahre wollen die Veranstalter die Qualität wieder vor die Menge rücken. Die teuerste Eiche wurde mit 1.488 €/Fm von einem Furnierwerk aus der Schweiz ersteigert. Dieser Stamm wurde im Wald des Fürsten Oettingen-Wallerstein eingeschlagen. Er war mit 3,4 Fm Holzmasse und einem Gesamterlös von 5.059 € Verkaufspreis auch der teuerste Stamm der Submission. Es folgen insgesamt 16 Eichen und 3 Nussbäume mit Geboten jeweils über 1.000 €/Fm.
Beim Nadelholz legte die Lärche auf 274 €/Fm leicht zu und liegt nach wie vor deutlich über der Douglasie mit 175 €/Fm. Zusammen mit Fichten, Kiefern und Weißtannen wurde das gesamte Angebot von 425 Fm Nadelholz verkauft.
Der Preis für Bergahorn sank von 380 €/Fm auf 278 €/Fm im Durchschnitt, wurde jedoch restlos verkauft; v. a. weiße gute Ware war gefragt. Kirsche blieb zu über 80 % unbeboten, obwohl nur 10 Fm im Angebot waren, ähnlich bei Erle und einigen Birnen.
Auch Eschenholz steht – auch aufgrund der hohen Angebotsmengen wegen dem Eschentriebsterben – unter starkem Preisdruck; so wurde bei 192 Fm angebotenen Eschen für 25 Fm kein Gebot abgegeben.
Der Gesamterlös der Submission betrug rund 950.000 €. Etwa 63 % des verkauften Holzes wurde in Baden-Württemberg, 37 % in Bayern eingeschlagen. 65 % der Verkaufsmenge lieferten Privatwälder, 15 % stammten aus Gemeinde- und Stiftungswäldern und 20 % wurden in den Waldbesitzen der Bundesländer Baden-Württemberg (ForstBW) und Bayern (BaySF) geerntet.
Landratsamt Ostalbkreis, Dezernat Wald und Forstwirtschaft
Lebhaft diskutiert wurde über die wertvollsten Eichenstämme Landrat Klaus Pavel (Mitte) mit den Organisatoren der Bopfinger Submission (v.l.): Josef Neher Josef Grau

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