ABO
DBU-Generalsekretär Alexander Bonde (l.) überreichte Werner Wahmhoff als Abschiedsgeschenk eine Farbradierung von Reinhard Klink. Sie stellt den DBU-Gebäudekomplex als „Netzwerk der Zukunft“ dar.

Werner Wahmhoff geht in den Ruhestand

Alexander Bonde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), würdigte im Rahmen der Verabschiedung von Prof. Dr. Werner Wahmhoff dessen Leistungen als DBU-Abteilungsleiter, Fachlicher Leiter des DBU Naturerbes und stellvertretender Generalsekretär.

Als Agrarwissenschaftler sei er durch sein akademisches Vorleben geradezu prädestiniert gewesen, für das Spannungsfeld Landwirtschaft und Umwelt auf fachlich fundierter Basis Brücken zu bauen und Lösungen zu finden. Er sei „ein Stück weit der Vater des DBU Naturerbes“, einer Tochtergesellschaft der Stiftung, und habe „maßgeblich und mit Herzblut“ dessen Erfolgsgeschichte mitentwickelt, führte Bonde aus.

„Glücksfall für die DBU“

Seinen ungebrochenen Tatendrang beschrieb auch Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU von 1991 bis 2013 und langer Wegbegleiter Wahmhoffs, der ihn als einen „Glücksfall für die DBU“ bezeichnete. Nur drei Monate nach Stiftungsbeginn habe Wahmhoff, Sohn eines Landwirtes aus Wallenhorst, seine Arbeit schon vor seinem ersten offiziellen Arbeitstag als Leiter der Abteilung Umweltforschung aufgenommen.

Wie ein Rückblick auf die Stiftungsgeschichte

Die Reden der Verabschiedung glichen einem Rückblick auf die Stiftungsgeschichte. Wahmhoff selbst beschrieb es als „Glück“, dass er mehrmals im beruflichen Leben die Möglichkeit hatte, eine Organisation aufzubauen. Neben der Stiftung und dem DBU Naturerbe habe dazu auch das Stipendienprogramm der DBU gehört, das bis zu sechzig Promotionsstipendien pro Jahr fördert. Auch sein Engagement als stellvertretender Generalsekretär wurde besonders gewürdigt. Er habe nach dem Ausscheiden des damaligen Generalsekretärs Dr. Heinrich Bottermann nach einer „generalsekretärfreien Zeit“ ein voll funktionsfähiges und gut geführtes Haus übergeben, so Bonde, der seit Februar 2018 im Amt ist.

Im Jahr 2000 nahm die Stiftung den Naturschutz in die Satzung auf und sprach ihn Wahmhoffs Abteilung zu. Dr. Reinhard Stock, stellvertretender Abteilungsleiter Umweltforschung und Naturschutz, stellte dementsprechend auch die Breite von Wahmhoffs Sachverstand und seine Fähigkeit heraus, Theorie in Praxis zu überführen. „Es ging Ihnen nie nur um die Mehrung umweltrelevanten Wissens durch Umweltforschung, sondern auch immer um dessen Verankerung in der Praxis“, so Stock. Er habe seinen Mitarbeitern bei der Bearbeitung von Projekten und Förderschwerpunkten stets größtmögliche Freiheit gewährt, was Stock als großen Vertrauensbeweis wertete. Wahmhoff sei außerdem das „Gesicht des DBU Naturerbes“. Brickwedde brachte seine Bewunderung zum Ausdruck angesichts der bundesweit mittlerweile 71 Naturerbeflächen und insgesamt 70.000 Hektar, deren Bereisungen viel Kraft erfordert habe. Als Wahmhoff die heute noch gültige Strategie entworfen habe, auf den Flächen des Nationalen Naturerbes wilden Wald von morgen und die Pflege von Offenlandflächen zu fördern, habe das entscheidend dazu beigetragen, dass die Große Koalition im Koalitionsvertrag vom 11. November 2005 vorzugsweise die DBU als Flächeneigentümerin in Betracht gezogen habe.

Nachfolge ist geregelt

Die Nachfolge von Wahmhoff steht bereits fest: Stellvertretender Generalsekretär wird zum 1. April Michael Dittrich, Abteilungsleiter Finanzen und Verwaltung. Am selben Tag wird Dr. Maximilian Hempel seine Arbeit als Abteilungsleiter Umweltforschung und Naturschutz aufnehmen und gleichzeitig für das deutsche Promotions-Stipendienprogramm verantwortlich sein. Die Fachliche Leitung im DBU Naturerbe übernimmt Susanne Belting.

Quelle: DBU

Auch interessant

von