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Weniger Unfälle bei Hessen-Forst

Weniger Unfälle bei Hessen-Forst

Im Forstamt Schotten wurden am 30. November die sieben sichersten, hessischen Forstämter Weilmünster, Michelstadt und Biedenkopf sowie Darmstadt, Hanau-Wolfgang, Jossgrund und Frankenberg vom Personalleiter Hessen-Forst, Hans-Dieter Treffenstädt, und Dr. Torsten Kunz von der Unfallkasse Hessen ausgezeichnet. Hierfür wird ein jährlicher Gesamtbetrag in Höhe von 6.000 Euro bereitgestellt. Die Summe wird je zur Hälfte von Hessen-Forst und der Unfallkasse Hessen getragen. Die Forstämter und ihre Mitarbeiter erhalten die Prämien für die in den Jahren 2005 bis 2009 vorbildlich geleisteten Arbeitsschutz.
Sicherheit ist Trumpf
„Die Gewinner-Forstämter hatten eine besonders geringe Zahl an Unfällen bei der gefährlichen Waldarbeit“, begründete Treffenstädt die Auswahl. „Außerdem haben sie das betriebliche Arbeitsschutz-Management-System von Hessen-Forst am konsequentesten umgesetzt“, freute sich der Förster. „Dadurch gewinnen wir alle.“ Besonders erfreulich sei, dass die Siegerforstämter zwar herausragten, „aber die Unfallzahlen auch im Gesamtbetrieb seit einigen Jahren rückläufig sind.“
Die zugrundeliegende Verbesserung des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes bei Hessen-Forst begrüßte Dr. Torsten Kunz von der Unfallkasse Hessen ausdrücklich: „Die Unfallkasse Hessen freut sich über die sinkenden Unfallzahlen sehr “ vor allem, weil so individuelles Leid verhindert wird. Besonders freut uns, dass Hessen-Forst den gemeinsam begonnenen Weg, die Organisation des Arbeitsschutzes kontinuierlich zu verbessern, so konsequent fortsetzt.“
Kriterien zur Auswahl „Sicherstes Forstamt“
Es sollen bei diesem Wettbewerb diejenigen Forstämter ausgezeichnet werden, die nachhaltig besondere Erfolge im Arbeitsschutz vorweisen. Die Bestimmung der Rangliste erfolgt anhand von drei gleichwertigen Indikatoren: Die Ergebnisse der Arbeitsschutzanalysen fließen ebenso mit ein wie die Anzahl der meldepflichtigen Unfälle pro 1.000 produktiver Arbeitsstunden. Hinzu kommt die Anzahl der meldepflichtigen Unfälle je 1.000 Festmeter motormanuell aufgearbeitetem Holz, um den besonders gefährlichen Teil der Waldarbeit angemessen zu berücksichtigen. Die Bewertung erfolgt durch eine Jury. Ihre Mitglieder sind unter anderen Vertreter der Unfallkasse Hessen, des Forstlichen Bildungszentrums Weilburg und des Gesamtpersonalrats von Hessen-Forst.
Motivation zur Unfallverhinderung steigt, Zahl der Unfälle sinkt 
Hans-Dieter Treffenstädt ist zuversichtlich, dass „durch die Auszeichnung für unfallfreies Arbeiten die Beschäftigten zusätzlich motiviert werden, sich für einen wirksamen Arbeitsschutz einzusetzen.“ Die Waldarbeit gehöre zu den gefährlichsten Tätigkeiten überhaupt. Deswegen sei es besonders erfreulich, wenn durch das vor fünf Jahren eingeführte Arbeitsschutz-Management die Gesunderhaltung der Beschäftigten im Forstbetrieb dauerhaft verbessert werde, so Treffenstädt.
Unfallbericht 2008/2009 zeigt stetigen Rückgang der Unfallzahlen
Der Personalchef von Hessen-Forst nutzte die Gelegenheit den neuen Unfallbericht des Landesbetriebs Hessen-Forst für die Jahre 2008/2009 im Forstamt Schotten vorzustellen. „Der Unfallbericht spricht eine deutliche Sprache“, führte Treffenstädt zufrieden aus: „Die meldepflichtigen Unfälle pro 1.000 beschäftigter Forstwirte wurden in diesem Zeitraum um 28 Prozent reduziert.“
Die bisher vorliegenden Zahlen für das Jahr 2010 bestätigen diesen erfolgreichen Trend für Hessen-Forst. „Nichts desto trotz kommt es darauf an, diese Erfolge im praktischen Forstbetrieb durch kontinuierliche Analysen und Verbesserungsmaßnahmen systematisch zu bewahren und auszubauen“, schloss Treffenstädt in seinem Ausblick.
Infos:
 

Hessen-Forst; Unfallkasse

 
Hessen-Forst

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