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Zu wenig Investitionen in erneuerbare Wärme

Zu wenig Investitionen in erneuerbare Wärme

Die Ausbauziele für erneuerbare Energien im Wärmebereich und die Branchenentwicklung drohen weiter auseinander zu klaffen. Deutsche Hersteller von Erneuerbare-Wärme-Anlagen scheuen sich, in zusätzliche Produktionskapazitäten zu investieren. Diese wären jedoch notwendig, um die Ausbauziele der Bundesregierung bis 2020 zu erreichen. Sowohl die Investitionen in Erneuerbare-Wärme-Anlagen als auch in deren Fertigungsstätten fielen 2010 zu gering aus.

Im Jahr 2010 wurden in Deutschland 3,6 Mrd. € in die erneuerbare Wärmesparte investiert. Davon flossen 3,4 Mrd. € in die Produktion und Errichtung neuer Wärmeanlagen, lediglich 215 Mio. € in den Ausbau der Fertigungskapazitäten. Zum Vergleich: Zur gleichen Zeit wurden 26,8 Mrd. € in Erneuerbare-Energien-Anlagen zur Stromerzeugung sowie 3,8 Mrd. € in die entsprechenden Fertigungskapazitäten gesteckt.

Zu diesem Ergebnis kommen die Forschungsinstitute EuPD Research, DCTI und Wuppertal-Institut in einer Studie im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien unter Beteiligung des Bundesverbandes Erneuerbare Energie und der Hannover Messe. Die Studie untersucht, wie viele Investitionen bis 2030 in Erneuerbare-Energien-Anlagen und deren Fertigungsanlagen getätigt werden.

Die Bundesregierung plant in ihrem Energiekonzept, dass der Gebäudebestand bis zum Jahr 2050 nahezu klimaneutral wird: die Gebäude sollen dann nur noch einen sehr geringen Energiebedarf aufweisen, der überwiegend durch Erneuerbare Energien gedeckt werden soll. Das Fazit der Studie: Um die angestrebten Ziele zu erreichen, müssen sowohl die Investitionen in Fertigungsanlagen als auch in Erneuerbare-Energien-Anlagen insbesondere bis 2015 deutlich ansteigen. Dafür bedarf es politischer Unterstützung in Form von mittel- bis langfristig stabilen und wirkungsvollen Fördermechanismen.

Agentur für Erneuerbare Energien

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