Holzverkauf und Holzpreise

Wenig Holz auf der Wertholzsubmission Rheinland

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Die Holzmenge auf der Wertholzsubmission Rheinland ging zum vierten Mal in Folge zurück, diesmal aufgrund der Borkenkäferkalamität besonders drastisch. Trotz der geringeren Menge ist der Durchschnittserlös der Hauptbaumart Eiche nicht gestiegen.

Im Rahmen der diesjährigen Submission für Laub- und Nadelholz mit Eichenlosholz, organisiert durch das Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft wurden insgesamt 437 Fm Holz angeboten. Vor dem Hintergrund der Borkenkäferkalamität hatten die Forstbetriebe deutlich weniger Holz angeboten als in den Vorjahren (2019: 866 Fm, 2020: 621 Fm). Das Holz wurde von 28 privaten, kommunalen und staatlichen Forstbetrieben aus Eifel, Bergischem Land und der Niederrheinischen Bucht geliefert.

Geringeres Holzangebot

Mit 303 Fm Eichenstammholz (Vj: 377 Fm) lag das Angebotsvolumen deutlich unter Vorjahresniveau. Neben den Einzelstämmen wurden auch 96 Fm Losholz (Vj. 83 Fm) angeboten. Mit einem Anteil von 69 % lag der Schwerpunkt der Wertholzsubmission in der Baumartengruppe Eiche.

Das Angebot an Buntstammholz lag mit 88 Fm deutlich unter dem Vorjahr (201 Fm). Angeboten wurde vorwiegend Kirschen (44 Fm), Ahorn (8 Fm) Esche (34 Fm), aber auch Raritäten wie Nussbaum, Eibe, Thuja und Wacholder. Das Angebot an Nadelstammholz lag mit 14 Fm (Vj: 29 Fm) auf sehr niedrigem Niveau, ebenfalls erklärbar durch die Borkenkäferkalamität und der damit verbundenen Prioritätensetzung in den Forstbetrieben. Insgesamt gaben 20 Bieter aus dem In- und Ausland Gebote auf die 289 Einzelstämme und 16 Eichenstammholzlose ab.

Stabiler Durchschnittserlös für Eiche

Das höchste Gebot wurde mit 1.158 €/Fm für eine Traubeneiche aus der Gemeinde Nettersheim in der Eifel abgegeben. Die insgesamt wertvollste Eiche kam aus dem Stadtwald Duisburg mit einem Durchmesser von 83 cm, einer Länge von 8,50 m und einem Gesamtvolumen von 4,06 Fm. Bei einem Preis von 990 €/Fm brachte dieser Stamm einen Gesamterlös von 4.019 €. Insgesamt wurden Einzelstämme im Wert von 198.000 € sowie Losholz im Wert von 41.130 € (Durchschnitt Losholz 425 €/Fm) verkauft.

Die Eiche erzielte einen Durchschnittspreis von 550 €/Fm und hat damit das sehr gute Preisniveau des Vorjahres von 611 €/Fm nicht erreicht, liegt aber wieder auf dem Niveau der Jahre 2017 – 2019. Ein Grund für den Preisrückgang wird in dem geringeren Qualitätsniveau der angebotenen Stämme gesehen, denn nicht wenige der angebotenen Stämme stammten von durch Sommertrockenheit abgestorbene Eichen.

Neuer Trend Kirsche?

Kirsche geringer Dimension und mäßiger Qualität wurde nur mit von 75 – 120 €/Fm beboten, gute Qualitäten dagegen brachten über 500 €/Fm, der wertvollste Stamm lag bei 639 €/Fm. Der Durchschnittspreis der Kirschen ist mit 273 €/Fm gegenüber den Vorjahren deutlich gestiegen. Die Kirsche scheint wieder mehr im Trend des Möbelmarktes zu liegen.

Für die Esche wurde im Mittel 204 €/Fm (Vj. 228 €) geboten und damit das Vorjahresniveau um 11 % unterschritten. Der Ahorn erzielte 238 €/Fm wieder einen höheren Durchschnittspreis als 2020 (161 €) und knüpfte an dem Niveau der Vorjahre an. Der Durchschnittserlös für die Roteiche ging mit 236 €/Fm um 9 % zurück.

Ergebnisse der wichtigsten Baumarten:

Wertholzsubmission Rheinland NRW Eiche
Daten: Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft
Quelle: Wald und Holz NRW