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Weltweiter Handel mit Hackschnitzeln 2010

Der weltweite Handel mit Hackschnitzeln ist 2010 um 25 % gewachsen aufgrund einer ebenfalls weltweit gestiegenen Produktion von Zellstoff und Papier. Mit einem Wachstum von 400 % innerhalb zwei Jahren hat China beim Import von Hackschnitzeln am stärksten zugelegt. Das meldet der Branchendienst Wood Resource Quartely (WRQ, Seattle, USA). Australien ist weiterhin größter Exporteur und hat im vergangenen Jahr 11 % mehr verschifft.

Die internationale Finanzkrise hat 2009 die globale Nachfrage nach Zellstoff- und Papierprodukten schweer beeinträchtigt. In Folge sank der Verbrauch von Hackschnitzeln und Industrieholz für die Zellstoff- und Papierproduktion, der Hackschnitzel-Handel brach entsprechend ein. Im Jahr 2010 erholten sich die Zellstoff-Märkte und auch die weltweiten Lieferungen von Hackschnitzeln nahmen deutlich zu.

Der Hackschnitzel-Handel wuchs von 2002 bis 2008 im Schnitt um 5 % jährlich und erreichte 2008 mit ca. 33 Mio. t ein Allzeit-Hoch. Dieser Aufwärtstrend endete 2009 mit einem Rückgang des Handels um 17 % gegenüber dem Vorjahr. 2010 erreichte die Menge mit einem Zuwachs von 25 % einen neuen Höchststand, der vor allem auf einen deutlichen Zuwachs der Nachfrage nach Hackschnitzeln in China zurückgeht.

China hat sich innerhalb der vergangenen fünf Jahre von einem Netto-Exporteur zu einem Großverbraucher von Hackschnitzeln entwickelt durch eine Vervierfachung der Importe in nur zwei Jahren. Die Volksrepublik importiert aktuell über 28 % des Volumens, das im Pacific Rim (Pazifik-Anrainerstaaten) gehandelt wird und ist nach Japan der zweitgrößte Hackschnitzel-Importeur weltweit.

Der Hackschnitzel-Handel im Pacific Rim macht 60 % des weltweiten und 95 % des per Schiff abgewickelten Handels aus. Unter den größten Exporteuren gab es 2010 wenig Veränderungen gegenüber den Vorjahren. Größter Exporteur ist Australien, gefolgt von Chile, Vietnam, den USA und Thailand. Diese fünf Länder exportierten zusammen über 19 Mio. t, ein Zuwachs um 22 % gegenüber dem Vorjahr. Den Großteil des Handelsvolumens machen Eukalyptus-Hackschnitzel für die Verarbeitung zu Zellstoff und Papier in Japan und China aus.
 
Mit der allmählichen Erholung der Weltwirtschaft erwartet WRQ einen weiteren Anstieg des Hackschnitzel-Handels für 2011 und in Folge auch eine verbesserte Nachfrage nach den meisten Waldprodukten. Zudem suchen viele europäische Energieversorger nach neuen Biomasse-Quellen, was den Übersee-Handel mit Biomasse- und Holzhackschnitzeln sowie Pellets weiter wachsen lassen wird.

Wood Resources International/A. Jönsson

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