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Gerade bewirtschafteter Wald zeigt in Thüringen, trotz „eiszeitlichem Handicap“, immer öfter eine beachtliche Baumartenvielfalt. So auch bei Crawinkel: Fichte, Tanne, Buche, Birke – Lärchen und Ebereschen haben sich im Bildhintergrund versteckt.

Weltweit über 60.000 Baumarten bekannt

Es gibt auf der Erde die unterschiedlichsten Baumarten. Die meisten davon kommen in Brasliien vor. Deutschland verfügt als dichtbesiedelte Industrienation zwar über beachtlich viel Wald, aber eiszeitlich bedingt relativ wenige Baumarten.

Weltweit gibt es derzeit über 60.000 bekannte Baumarten. Der größte Baumartenreichtum ist mit rund 15.000 Arten in den Tropen zu finden. Allein Brasilien verfügt über fast 9.000 verschiedene Gehölzarten. Vergleichsweise übersichtlich ist die Baumstatistik für Mitteleuropa. Deutschland etwa verfügt über rund 70 Baumarten. Weltweit alle finden sich in der 2017 erstellten Online-Datenbank „GlobalTreeSearch“ der Organisation Botanic Gardens Conservation International (BGCI). Die weltgrößte Baumdatenbank wird laufend aktualisiert, denn es werden immer noch neue Arten und Unterarten entdeckt und wissenschaftlich beschrieben.

Eiszeit hat viele Baumarten aussterben lassen

„Etwa 70 Baumarten, kaum mehr als 0,1 % aller Baumarten weltweit, finden sich in Thüringen. Ursächlich ist die letzte, erst 12.000 Jahre zurückliegende Eiszeit, die viele Baumarten in Mitteleuropa hat aussterben lassen“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Eine derartige Kontinentalvereisung hat es in den Tropengebieten rund um den Äquator nicht gegeben. Wobei Thüringen, zu einem Drittel seiner Landesfläche bewaldet, mit 330 Mio. Bäumen zu Recht als „Grünes Herz Deutschlands“ bezeichnet wird. Fichten, Buchen, Kiefern, Eichen, Ahorne, Eschen, aber auch Birken und Erlen sind die häufigsten heimischen Baumarten. Aber auch seltene Spezies, wie etwa Wildäpfel, Elsbeeren, Speierlinge, Kirschen, Eiben oder Flaumeichen sind zu finden. Bedenkt man, das der Wald in Mitteleuropa geologisch betrachtet ein sehr junges Ereignis ist, gibt es schon wieder erstaunlich viele Arten im Freistaat.

Quelle: ThüringenForst

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