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Weltmarkt für Nadelschnittholz

Die weltweiten Preise für Nadelschnittholz stiegen im ersten Quartal 2018 weiter an. Das Tempo in Nordamerika war dabei schneller als in Skandinavien, Russland und China. Die russischen Holzexporte verdoppelten sich auf 28 Mio. m³, ist aus dem Quartalsbericht von Wood Resource Quarterly zu lesen. Aus dem Artikel von Vera Bauer für holzkurier.com:

USA. Nach einem Zehnjahreshoch ging die Nachfrage an Nadelholz in den USA Anfang des Jahres zurück. Gleichzeitig stieg die Produktion im Westen der USA aufgrund der starken Nachfrage aus China um 9 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die US-Lieferungen nach China lagen im selben Zeitraum gar um 50 % über dem Vorjahreswert.

Kanada. In den östlichen Provinzen Kanadas stieg die Produktion Anfang des Jahres leicht an, während die Sägewerke in Britisch-Kolumbien ihre Produktion reduzierte. Grund dafür war die geringere Nachfrage nach Holz aus den USA während der Wintersaison und die Witterungsbedingungen, welche auch die Exporte verlangsamten.

Skandinavien. Obwohl das Exportvolumen Anfang 2018 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017 etwas zurückging, stiegen die Preise und erreichten das dritthöchste Niveau des vergangenen Jahrzehnts. Die Sägewerke in Finnland und Schweden verstärkten ihre Marktpräsenz: Schwedische Sägewerke weiteten ihren Absatz in Europa aus und Finnland exportierte verstärkt in den Nahen Osten und nach Japan.

China. In China verlangsamte sich die Holznachfrage nach einem Rekordjahr 2017. Die Einfuhren aus Kanada gingen am stärksten zurück, wobei die vierteljährlichen Lieferungen im ersten Quartal 2018 ein Achtjahrestief erreichten. Die Holzmengen aus Finnland und Schweden machten 12 % der Gesamteinfuhren aus, was einer Verdoppelung des Marktanteils im Vergleich zu 2015 entspricht.

Japan. Die Rekordpreise für Nadelschnittholz in den USA wirkten sich in Japan in den vergangenen sechs Monaten auf die Kosten von importiertem, nordamerikanischem Schnittholz aus. Im Mai erreichten die Preise für US-amerikanisches Douglasienholz und kanadisches Hemlockholz den höchsten Stand seit 2013. Die Holzeinfuhren nach Japan sind seit drei Quartalen in Folge rückläufig und lagen im ersten Quartal 2018 bei 1,46 Mio. m³. Die größten Rückgänge bei der Holzversorgung in Japan 2017 wurden bei Holz aus Kanada und Finnland verzeichnet. Schweden, Chile und Russland konnten hingegen ihre Marktanteile festigen.

Russland. Die russischen Holzexporte erreichten 2017 mit 28 Mio. m³ ein Rekordvolumen, was einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Exporte nach China gingen im Jahresvergleich um 19 % zurück. Interessant ist, dass vor 20 Jahren acht der zehn wichtigsten Ziele für russisches Schnittholz in Europa lagen, während im ersten Quartal 2018 nur drei europäische Länder die Top-Ten-Liste erreichten. Die durchschnittlichen Exportpreise stiegen in den vergangenen zwei Jahren sowohl in US-Dollar als auch in Rubel an, wobei die größten Zuwächse bei den Holzverkäufen nach China, Usbekistan und Ägypten verzeichnet wurden.

holzkurier.com

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