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Weiterentwicklung des Wolfsmanagements in Niedersachsen

Der Niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel und die Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz haben die konstruktive Unterstützung durch die ehrenamtliche Arbeit der Wolfsberater und den koordinierenden Einsatz der Landesjägerschaft gelobt. Mit dem Wolfskonzept, der Kooperation zwischen Land und Landesjägerschaft, dem finanziellen Ausgleich von Nutztierrissen und der Förderung von Präventionsmaßnahmen seien wichtige Voraussetzungen für den Umgang mit dem Wolf geschaffen worden. Das Wolfskonzept aus dem Jahr 2010 sei nicht mehr in allen Punkten aktuell und werde daher überarbeitet, sagte der Minister. Das Wolfskonzept wird noch in diesem Jahr unter Einbindung des Arbeitskreises Wolf aktualisiert. Zur Weiterentwicklung des Konzepts und zum Erhalt und zur Förderung der Akzeptanz für den Wolf in der Bevölkerung würden die Auswertung nationaler und internationaler Erfahrungen, die Schulungs- und Informationsveranstaltungen und die Beratungstätigkeit weiter intensiviert.
 
Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Wolfsmanagements
Angesichts neuer Herausforderungen durch die wachsende Wolfspopulation und vermehrte Nahbegegnungen zwischen Mensch und Wolf, erläuterte der Minister Maßnahmen seines Hauses:
•  Anfang Juli nimmt das neue Wolfsbüro des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) seine Arbeit auf. Das Wolfsbüro ist personell mit drei Stellen ausgestattet. Neben der Bearbeitung der Meldungen über Nutztierrisse einschließlich der Auszahlungen sowie der Bearbeitung von Anträgen auf Präventionsmaßnahmen soll auch eine Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit und der Beratungstätigkeit erfolgen.
•  Die intensivere Überwachung des Munsteraner Rudels, das durch wiederholte Sichtungen von weniger scheuen Wölfen aufgefallen ist, wurde bereits veranlasst. Das verstärkte Monitoring wird auch personell zusätzlich unterstützt. Außerhalb des Truppenübungsplatzes erfolgt das Monitoring in Kooperation mit der Landesjägerschaft Niedersachsen, auf dem Truppenübungsplatz selbst werden zusätzliche Experten eingesetzt.
•  Die Verfahren und Abläufe zur Feststellung der Verursacher von Nutztierrissen sollen beschleunigt werden. Dabei wird insbesondere geprüft, inwieweit die Rissbegutachtung durch die Hinzuziehung von Veterinären der Landkreise erfolgen kann und so in der Regel die amtliche Feststellung des Verursachers allein auf Grundlage des Rissgutachtens des Veterinärs erfolgen kann. Auch die Beschleunigung von DNA-Analysen durch ein Institut des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) wird geprüft.
•  Maßgeblich auf Initiative Niedersachsens wurde auf der Umweltministerkonferenz die Einrichtung einer bundesweiten Dokumentations- und Beratungsstelle erörtert und befürwortet. Der Bund hat die Einrichtung der Stelle zugesagt. Dort sollen alle Beobachtungen und Bewertungen zu Wolfssichtungen zusammengeführt und über einen bundeseinheitlichen Umgang mit auffälligen Wölfen beraten werden.
 

Zum Internetportal „Der Wolf in Niedersachsen“

 
Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

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