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Peter Aicher wurde einstimmig zum Vorsitzenden von Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes gewählt.

Weiterentwicklung des Holzbaus in Deutschland

Nach seiner einstimmigen Wiederwahl zum Vorsitzenden von Holzbau Deutschland am 3. Mai 2018 in Berlin bedankte sich Peter Aicher (Präsident des Landesinnungsverbands des Bayerischen Zimmererhandwerks) bei der Fachversammlung für die Wahl. Der neue Vorstand sei im Hinblick auf Kontinuität und Erneuerung gut aufgestellt.

Aicher: „Ich freue mich und bin berührt über diesen klaren Vertrauensbeweis. Unsere Arbeit hier im Vorstand ist Teamarbeit. Wir werden uns auch weiterhin mit ganzer Kraft für die Weiterentwicklung des Holzbaus einsetzen.“

Die Prognose für den Holzbau ist für die kommenden Jahre zwar hervorragend, dennoch sieht Aicher viele Aufgaben auf den Vorstand zukommen. Insbesondere stellt sich die Frage, wie das Zimmererhandwerk in 10 oder 20 Jahren aussehen wird. Die Digitalisierung nehme in einem atemberaubenden Tempo Fahrt auf und werde auch das Zimmererhandwerk weiter verändern.

Ein weiteres wichtiges Thema für den Holzbau sieht Aicher in den ökologischen Produktdeklarationen. Hier werden die Materialeigenschaften der Bauprodukte im Hinblick auf die Kreislaufwirtschaft und die Ressourceneffizienz erfasst. Damit können Gebäude hinsichtlich ihrer Gesamtenergiebilanz bereits in der Planungsphase besser verglichen werden. „Wir müssen noch viel mehr ökologischer, nachhaltiger und ressourcenschonender Bauen“, so Aicher. Holz als nachwachsender Rohstoff sei hier zwar vorne mit dabei. Allerdings könne der Holzbau nicht alleine die Lösung sein. Die Zukunft liege, unabhängig vom Baustoff, im Leichtbau und im Recycling. Als Präsident des europäischen Holzbau Verbandes will sich Peter Aicher auch in Europa für die Weiterentwicklung des Holzbaus einsetzen. Da in den anderen Ländern die gleichen Themen bearbeitet werden, entstünden in dieser Zusammenarbeit wichtige Synergieeffekte.

Was Forschung und Entwicklung angeht will Holzbau Deutschland auch weiterhin treibende Kraft für den Holzbau in Deutschland sein. Im letzten Jahr wurde die Besetzung der Gremien in der für den Holzbau relevanten Normenarbeit ausgebaut.

Strategiepapier zur Weiterentwicklung des Holzbaus

In diesem Zusammenhang stellte der stellvertretende Vorsitzende von Holzbau Deutschland Josef Schlosser der Fachversammlung das Strategiepapier „Wachstumsmarkt Holz|Bau 2018 plus“ vor. Er betonte, dass Forschung und Entwicklung Branchenaufgabe sei und es hier nur einen gemeinsamen Weg geben könne. Er sieht die Lösung in einer strategischen Aufstellung der gesamten Holzwirtschaft. Dabei sollen die Kräfte der gesamten Branche gebündelt werden, um eine schlagkräftige Forschungs- und Innovationsplattform für den Holzbau zu schaffen. Schlosser unterstrich, das sei nur mit einer starken und geeinten Holzwirtschaft möglich. Es sei nicht wirklich zielführend, wenn sich die Branche immer mehr Verbände leiste, statt sich auf die Zukunft zu konzentrieren.

Vorstandswahl bei Holzbau Deutschland

Peter Aicher, Präsident des Landesinnungsverbandes des Bayerischen Zimmererhandwerks wurde in der Fachversammlung von Holzbau Deutschland am 3. Mai in Berlin erneut einstimmig zum Vorsitzenden von Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes gewählt. Für den 59-jährigen ist es die zweite Amtszeit. Seit 2014 steht er ehrenamtlich an der Spitze von Holzbau Deutschland. Die Fachversammlung bestätigte auch die beiden Stellvertreter Josef Schlosser, Präsident von Holzbau Baden-Württemberg und Karl Hoffmeister, Präsident von Holzbau Deutschland – Verband Niedersächsischer Zimmermeister im Baugewerbeverband Niedersachsen.

In den Vorstand wiedergewählt wurden auch Walter Bauer, Holzbau Baden-Württemberg, Gerrit Horn Landesfachgruppenleiter aus Rheinland-Pfalz und Michael Schönk, Vorsitzender der Fachgruppe Holzbau Schleswig-Holstein. Neu in den Vorstand gewählt wurden Rolf Rombach, Holzbau Baden und Volker Baumgarten, Holzbau Deutschland – Verband Hessischer Zimmermeister. Nicht mehr zur Wiederwahl standen Rolf Kuri sowie Walter Maiß.

Red./Holzbau Deutschland

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